Kimi Räikkönen gewann 2007 als dritter Finne den WM-Titel in der Formel 1 © getty

Nach verbalen Aurutschern von Vettel und Räikkönen ermahnt die FIA die Fahrer. Auslöser sind von Coulthard geführte Interviews.

Köln - Fluchen verboten! Nach verbalen Ausrutschern von Weltmeister Sebastian Vettel und Sieger Kimi Räikkönen auf dem Podium in Abu Dhabi hat der Automobil-Weltverband FIA Fahrer und Teams dazu aufgerufen, künftig bei Medienterminen eine noch angemessene Sprache zu verwenden.

Ein entsprechendes Schreiben von FIA-Kommunikationschef Norman Howell soll nach Informationen des Fachportals motorsport-total.com an alle zwölf Teams gegangen sein.

Auslöser waren augenscheinlich die englischen Interviews, die der frühere Vize-Weltmeister David Coulthard am Sonntag auf dem Podium geführt hatte. (DATENCENTER: WM-Fahrerwertung)

Coulthard verteidigt Kollegen

Vettel hatte dabei die Worte "fuck up" benutzt, Räikkönen den Begriff "shit".

Coulthard hatte sich nach Vettels Aussage bereits an das arabische Publikum gewandt und gesagt: "Ich möchte das Publikum daran erinnern, dass er in seiner Zweitsprache spricht. Wir entschuldigen uns für diese Wortwahl."

Im FIA-Schreiben, das nach Angaben der BBC von FIA-Präsident Jean Todt in Auftrag gegeben wurde, soll es wörtlich heißen: "Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, sicherzustellen, den Fahrern bewusst zu machen, dass so eine Wortwahl bei Medienterminen nichts verloren hat."

Negative Auswirkungen befürchtet

Solche Audrücke würfen "ein negatives Licht auf ihre Teams und Sponsoren, den Sport und die FIA".

Weiter hieß es: "Ich verstehe, dass Adrenalin, Euphorie und Enttäuschung in der Hitze des Gefechts ein gefährliches und berauschendes Gemisch sind. Aber Formel-1-Fahrer sind nicht die einzigen, die unter solchen Bedingungen interviewt werden. Boxer, Rugbyspieler und Fußballer werden regelmäßig nach zermürbenden sportlichen Leistungen live im Fernsehen interviewt und schaffen es, keine unangemessene Sprache zu verwenden."

Die BBC berichtete übrigens, sie habe am Wochenende 21 telefonische Beschwerden über die Flüche auf dem Podium erhalten. Dafür aber sogar 30 Beschwerden, weil sie diese in der Online-Mediathek herausgeschnitten hatten.

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