Nico Hülkenberg (r.) ging in der Formel 1 bisher 36 Mal an den Start © imago

Der Force-India-Pilot räumt Kontakte zur Scuderia ein. Sein Wechsel zu Sauber sei kein "Riesenschritt zu einem Top-Team".

Abu Dhabi - Der von Force India zu Sauber wechselnde Nico Hülkenberg hat Gespräche mit Ferrari bestätigt, ein Vertragsangebot von der Scuderia hatte er aber nicht.

"Es gab lose Gespräche. Man hat sich gegenseitig ein bisschen abgetastet, aber das war es auch schon", sagte der 25-Jährige, der mit Ferrari in Verbindung gebracht worden war.

Die Italiener verlängerten am Ende den Vertrag mit Felipe Massa als Teamkollege von Fernando Alonso um ein weiteres Jahr.

Den Wechsel zu Sauber sieht Hülkenberg aber nicht als Schritt zur Seite, sondern nach vorne. (BERICHT: Über Sauber zu Ferrari?)

"Nicht der Riesenschritt"

"Es ist jetzt nicht der Riesenschritt zu einem Top-Team", gestand er ein:

"Aber Sauber hat eine sehr gute Entwicklung gemacht. Sie haben in diesem Jahr vier Podiumsplatzierungen geholt und oft am Sieg gekratzt. Von daher bin ich sicher, dass da eine Menge Potenzial da ist. Natürlich träume ich auch vom Gewinnen, aber ob das schon nächstes Jahr möglich ist, weiß ich nicht."

Letztendlich denke er, es habe "die richtige Entscheidung" getroffen: "Ich habe die Möglichkeiten A und B gegeneinander abgewägt und mich dann entschieden."

Vertragsdetails unbekannt

Force India hatte ihm eine Vertragsverlängerung angeboten. Wie lange sein Vertrag gilt, wollte Hülkenberg nicht verraten.

In die Schweiz will der in der Nähe von Frankfurt lebende Rheinländer vorerst nicht ziehen.

Dass er künftig für die erste und aktuell einzige Teamchefin der Formel 1, Monisha Kaltenborn fährt, macht für Hülkenberg "keinen Unterschied. Ich arbeite für ein Team, nicht für eine Frau. Und die meisten im Team sind ohnehin Männer."

Hülkenberg überzeugt

Hülkenberg hatte vor allem in der zweiten Saisonhälfte überzeugt. (DATENCENTER: WM-Fahrerwertung)

In Spa war er Vierter geworden, in den jüngsten drei Rennen belegte er die Plätze sieben, sechs und acht.

Sein Vertrag bei Force India, wo er nach der für viele unverständlichen Ausmusterung bei Williams 2011 Testfahrer war und dann Adrian Sutil als Stammpilot ablöste, läuft am Saisonende aus.

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