MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Niki Lauda (r.) wurde 1975, 1977 und 1984 Formel-1-Weltmeister © getty

Lauda ist neuer Vorsitzender des Aufsichtsgremiums des Mercedes-Teams. Im Interview spricht er über Hamiltons Verpflichtung und Schumi.

München - Mercedes ersetzt in der kommenden Saison nicht nur Michael Schumacher durch Lewis Hamilton (Bericht).

Auch Niki Lauda wurde verpflichtet (News).

Die Formel-1-Legende wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsratsgremiums des Teams berufen.

"Ich werde das in den nächsten Wochen mit voller Kraft angehen", sagte der 63-Jährige.

Im Interview lobt Lauda Mercedes für die Verpflichtung von Hamilton. Zudem äußert er sich zu Schumacher.

Frage: Herr Lauda, Mercedes wird den auslaufenden Vertrag mit Michael Schumacher nicht verlängern. Die richtige Entscheidung?

Niki Lauda: Ich kenne die Details nicht, aber dass Lewis Hamilton kommt, finde ich gut. Schumacher reißt ein Riesenloch. Aber Hamilton ist ein absoluter Top-Fahrer, der diese Herausforderung meistern kann und und das Team weiter nach vorne bringt. Da sind die Weichen richtig gestellt worden.

Frage: Zuletzt stand Schumacher heftig in der Kritik. Überrascht Sie der Abschied trotzdem?

Lauda: Sein Comeback ist sicher schwieriger verlaufen, als er sich das vorgestellt hatte. Aber in den drei Jahren hatte er auch nie ein Auto, das richtig schnell und zuverlässig war. Und ohne Top-Auto wird es auch für einen Schumacher nicht einfach. Aber ich glaube nicht, dass er mit seinen 43 Jahren generell zu alt ist für die Formel 1.

Frage: Glauben Sie, dass er durch seine Rückkehr seinem Vermächtnis geschadet hat?

Lauda: Nein, das ist Schmarrn. Michael kann trotzdem ein positives Fazit ziehen. Sein Denkmal hat dadurch keine Risse erhalten. Von ihm wird immer in Erinnerung bleiben, dass er siebenfacher Weltmeister ist. Das hat niemand zuvor erreicht, das kann ihm auch keiner nehmen.

Frage: Und vielleicht fährt er ja sogar doch weiter ...

Lauda: Da will ich jetzt keine Ratschläge geben. Er wird sich sicher genau und in aller Ruhe überlegen, wie seine Zukunft aussehen soll. Wie und wann er sich entscheidet, werden wir dann sehen.

Frage: Sie sind zum Vorsitzenden des Aufsichtsgremiums des Teams berufen worden. Wie wird Ihre Aufgabe aussehen?

Lauda: Ich werde das in den nächsten Wochen mit voller Kraft angehen. Als Chairman sitze ich über dem Team und werde so gut es geht meine Erfahrungen einbringen, damit wir möglichst bald ein richtig schnelles Auto kriegen.

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