Nico Hülkenberg ging bisher bei 23 Formel-1-Rennen an den Start © getty

Der "Hülk" ist glücklich, wieder in der Königsklasse zu fahren. Er steht aber deutlich im Schatten von Teamkollege Paul di Resta.

Von Felix Götz

München - Zwei Punkte nach den ersten vier Rennen: So lautet die bisher maue Bilanz von Formel-1-Rückkehrer Nico Hülkenberg (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

"Es ist teilweise nicht so gut für mich gelaufen", ärgerte sich der 24-jährige Force-India-Pilot.

Vor allem weil Hülkenberg bislang deutlich im Schatten seines Teamkollegen Paul di Resta steht.

Der Schotte fuhr bereits 15 Zähler ein, zuletzt erreichte er einen hervorragenden sechsten Platz beim Bahrain-Grand-Prix.

"Exzellente Leistungen"

"Unsere Fahrer zeigen im Rennen exzellente Leistungen", sagte Teamchef Vijay Mallya und schloss dabei Hülkenberg ganz bewusst mit ein.

Vielleicht fühlt sich der frühere Williams-Pilot deshalb trotz der für ihn mageren sportlichen Bilanz beim indischen Rennstall so wohl.

"Ich genieße die Saison und die gute Zusammenarbeit mit der Crew", schwärmte Hülkenberg.

Der "Hülk" ist davon überzeugt, dass es bald vorwärts geht. Die Tests in Mugello verliefen offenbar vielversprechend ( 552465 DIASHOW: Testfahrten in Mugello ).

Chefingenieur ist optimistisch

Der Force-India-Bolide erhielt einen neuen Auspuff, zudem tüftelte das Team an einer noch besseren Strategie im Umgang mit den Reifen.

"Es gab eine Menge abzuarbeiten. Das Hauptaugenmerk lag darauf, das Auto zu verstehen und für Barcelona vorzubereiten", sagte Hülkenberg.

Chefingenieur Jakob Andreasen klang nach den drei Tagen in der Toskana fast schon überschwänglich: "Für Barcelona sind wir in einer aussichtsreichen Position."

Und das wäre auch wichtig, weil Force India sich im Mittelfeld am Saisonende gern vor Sauber und Williams sehen möchte.

Klarer Rückstand auf Sauber

Auf Williams beträgt der Rückstand nur einen Zähler, Sauber hat aber bereits 14 Punkte mehr auf dem Konto.

Die Punkteabstände werden bei Force India allerdings nicht überbewertet. Wo man genau steht, sei nicht wirklich absehbar.

"Wir kommen zwar schon zum fünften Saisonrennen, aber es ist immer noch schwierig, das wahre Kräfteverhältnis der Teams richtig einzuschätzen. Bei jedem Rennen haben wir Überraschungen erlebt, daher ist es schwierig, irgendwelche Vorhersagen zu treffen", erklärte Mallya.

Hülkenberg mag Barcelona

Sicher ist, dass es trotz der Veränderungen am Auto nicht einfacher wird.

Dessen ist sich Mallya bewusst: "Wir dürfen nicht vergessen, dass die meisten Teams in Barcelona einen Entwicklungsschritt machen werden, also müssen wir abwarten, wie sich das auf unsere relative Leistung auswirkt."

Hülkenberg ist jedenfalls zuversichtlich, nach seinem neunten Platz in Malaysia zum zweiten Mal in dieser Saison etwas Zählbares einzufahren: "Ich mag die Strecke in Barcelona und war dort in der Vergangenheit erfolgreich. Wir werden versuchen, Punkte einzufahren."

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