Wegen einer akuten Depression hat Nationalspieler Constantin Braun vom Deutschen Meister Eisbären Berlin sich in medizinische Betreuung begeben und seine Karriere unterbrochen.

"Ich befinde mich aktuell in einer tiefen persönlichen Krise, aus der ich mich ohne professionelle Hilfe nicht herausarbeiten kann", sagte der 25 Jahre alte "MVP" der vergangenen Playoff-Runde in einer Mitteilung seines Klubs.

In enger Absprache mit Eisbären-Manager Peter John Lee und seinem privaten Umfeld entschied sich Braun für eine intensive Behandlung und den schwierigen Weg an die Öffentlichkeit.

"Seine Entscheidung, sich professionell helfen zu lassen, ist ein wichtiger und mutiger Schritt, bei dem wir ihn im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen werden", sagte Lee.

Der Verteidiger war mit 16 Jahren zu den Eisbären gewechselt und steht seit 2005 im Profikader. Braun absolvierte für die Berliner bisher 370 Partien in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und gewann dabei fünf deutsche Meisterschaften, 2010 die European Trophy sowie 2008 den DEB-Pokal.

Nach dem Gewinn der Meisterschaft in der abgelaufenen Saison hat Braun seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft aufgrund einer Verletzung abgesagt.

Der Verteidiger ist nicht der erste prominente Sportler, der unter Depressionen leidet. So beging der frühere Fußball-Nationaltorwart Robert Enke 2009 Suizid, Fußball-Schiedsrichter Babak Rafati versuchte Ende 2011, sich das Leben zu nehmen. Auch Ski-Olympiasiegerin Lindsey Vonn (USA) hat seit Jahren mit Depressionen zu kämpfen.

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