Nach dem Scheitern der Nationalmannschaft in der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi sorgt sich Daniel Hopp um die Zukunft des deutschen Eishockeys.

Das Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Eishockey Liga (DEL) sagte dem "Mannheimer Morgen": "Jetzt geht es darum, den Karren gemeinsam aus dem Dreck zu ziehen. Die eigentliche Katastrophe ist nämlich, dass wir künftig Fördermittel nicht bekommen werden, die für die Nachwuchsarbeit enorm wichtig gewesen wären."

Der Gesellschafter der Mannheimer Adler verwies darauf, "dass in den vergangenen Jahren zwar einiges Positives passiert ist, aber ohne eine Zusammenarbeit zwischen ESBG (leitet den Spielbetrieb der Klassen unterhalb der DEL, Anm.d.R.) und der DEL wird es immer schwieriger werden, Talente zu motivieren, beim Eishockey zu bleiben. Da stellen sich einem die Nackenhaare. Insofern haben wir einen Haufen Baustellen."

Und fügte an: "Die verpasste Olympia-Qualifikation war quasi das ,Sahnehäubchen' obendrauf. Während wir in der Liga gut aufgestellt sind, stehen wir mit dem Eishockey insgesamt an einer ganz schwierigen Kreuzung und müssen gemeinsam entscheiden, wo es hingeht."

Als Augenzeuge des Debakels bei der Quali in Bietigheim-Bissingen sprach Daniel Hopp von einer "ganz schwarzen Stunde" für das deutsche Eishockey.

Von voreiligen Schuldzuweisungen hält der 32-Jährige aber nichts: "Jetzt die Messer zu wetzen und den einen zu suchen, der Schuld daran hat, dass wir nicht nach Sotschi fahren, ist nicht sinnvoll", sagte Hopp. "Es ist nicht korrekt und es bringt auch nichts, dem Präsidenten (Uwe Harnos, Anm.d.R.) das alleine anzukreiden. Richtig ist aber auch, dass Fehler gemacht wurden. Das weiß der Betreffende aber selbst."

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