Der russische Klub Lokomotive Jaroslawl ist ein Jahr nach dem verheerenden Flugzeugabsturz am 7. September 2011 mit einem Sieg auf das Eis zurückgekehrt.

Zum Auftakt der Kontinentalen Hockey-Liga (KHL) gewann das neu formierte Team des dreimaligen Meisters mit 5:2 (1:1, 3:1, 1:0) bei Sibir Nowosibirsk.

Drei weitere Auswärtsbegegnungen folgen, ehe am 16. September gegen Atlant Moskau das erste Heimspiel auf dem Programm steht.

Am Freitag, an dem sich das Unglück jährt, bei dem auch der deutsche Nationalspieler Robert Dietrich gestorben war, werden hingegen keine Spiele ausgetragen. Stattdessen sind weltweit Gedenkminuten organisiert.

In Jaroslawl werden zu einem Schweigemarsch Zehntausende erwartet. Zudem benannte die KHL den Eröffnungspokal zwischen Meister und Vizemeister in "Lokomotive-Cup" um, in Prag sollen drei Straßen nach den verstorbenen tschechischen Profis benannt werden.

Der Flughafen im schwedischen Jönköping wird für eine Stunde geschlossen, auch in Deutschland gedenken die Vereine am Wochenende des Unglücks.

Nur Stunden vor dem ersten Jahrestag der Tragödie wurden derweil schwere Anschuldigungen gegen die Piloten der Unglücksmaschine publik.

Wladimir Markin, Sprecher der zuständigen Untersuchungskommission, sagte laut der russischen Nachrichtenagentur "Ria Nowosti", dass die beiden Piloten die Jak-42-Maschine "illegalerweise" gesteuert hätten.

Der eine habe "gefälschte Dokumente" vorgelegt, der andere sei nicht adäquat auf diesem Flugzeugtyp geschult gewesen. Zudem soll ein hochrangiger Vertreter der Airline gegen die Flug-Sicherheitsregeln verstoßen haben.

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