Uwe Harnos gibt sein Amt auf
Uwe Harnos ist seit 2008 DEB-Präsident © imago

Im Deutschen Eishockey-Bund (DEB) ist während der WM in Minsk (täglich LIVE im TV auf SPORT1) ein Machtkampf entbrannt.

Immer mehr Klubs wollen den langjährigen Sportdirektor Franz Reindl als Präsidenten, der Widerstand gegen den umstrittenen Verbandschef Uwe Harnos wächst.

"Franz ist ein sehr guter Kandidat" sagte Peter-John Lee, Geschäftsführer des DEL-Rekordmeisters Eisbären Berlin "SPORT1". Lee ist zugleich als Liga-Vertreter in Minsk.

Ncht nur die meisten Profiklubs aus der DEL und der DEL2 unterstützen den Bronzemedaillengewinner von 1976, sondern auch unterklassige Vereine und Landesverbände. Nur sie dürfen bei den Präsidiumswahlen am 17. Juli abstimmen.

"Ich bin überrascht von der Zustimmung", sagte Reindl, "ich habe in den letzten Tagen unglaublichen Zuspruch erfahren, das ehrt mich."

Der ehemalige Nationalspieler, der vor drei Jahren als Sportdirektor von Harnos entmachtet worden war, will über eine Kandidatur nachdenken: "Wenn sich das weiter verdichtet, auch bei den stimmberechtigten Mitgliedern, muss ich die Situation ernsthaft überdenken und mit dem Präsidium Kontakt aufnehmen."

Harnos wird unter anderem die verpasste Olympia-Qualifikation und falsche Personalentscheidungen vor allem bei der Wahl des Bundestrainers vorgeworfen. Er wollte keinen Kommentar abgeben.

"Wir werden uns bis zum Ende der WM nicht zu politischen Themen äußern", sagte er. Erst nach der WM werde er Position beziehen.

Deutschland trifft am Mittwoch (ab 15.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) im vierten Vorrundenspiel auf Vize-Weltmeister Schweiz.

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