Der weißrussische Staatschef Alexander Lukaschenko hat die umstrittene Eishockey-Weltmeisterschaft in Minsk mit einem Seitenhieb auf die Kritiker eröffnet.

"Der Sport hat gesiegt", sagte der wegen massiver Menschenrechtsverletzungen kritisierte Präsident unter dem Jubel von 15.000 Landsleuten vor dem ersten Spiel der Gastgeber in der Minsk Arena gegen die USA.

Menschenrechtler und Politiker vor allem aus Deutschland und den USA hatten einen Boykott oder eine Verlegung der WM in ein anderes Land gefordert.

Lukaschenko steht wegen Wahlfälschung, der Niederschlagung von Protesten und der Verhaftung zahlreicher Oppositioneller international in der Kritik.

Der 59-Jährige gilt als letzter Diktator Europas.

Lukaschenko bedankte sich ausdrücklich bei Rene Fasel, dem Präsidenten des Weltverbandes IIHF, der sich immer für die WM in Weißrussland stark gemacht hatte.

"Er ist ein wahrer Freund unseres Landes", sagte der Staatschef. Menschenrechtler befürchten, dass die WM als Propaganda-Show des autoritären Präsidenten missbraucht wird.

Vor dem WM-Start habe es mehrere Verhaftungen friedlicher Demonstranten gegeben, beklagten sie.

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