Das schwedische Organisationskomitee der Eishockey-WM 2012 hat auf die schwachen Zuschauerzahlen reagiert und bereits einen Tag nach dem Turnierauftakt einen Teil seiner Ticketpreise für die Spiele des Gastgebers drastisch reduziert.

Nachdem im ersten Spiel des Vize-Weltmeisters nur 7770 Fans in den 13.850 Zuschauer fassenden Ericsson Globe von Stockholm gekommen waren, senkte das OK die Eintrittskarten der Preiskategorie 4 gleich um umgerechnet 100 Euro auf etwa 45 Euro.

Dies gilt für alle weiteren Auftritte des schwedischen Teams in Stockholm. Die Preise für die Spiele der anderen Nationen bleiben zunächst bestehen. Sie liegen zwischen 12 und 40 Euro. Im Auftaktmatch der deutschen Mannschaft gegen Italien (3:0) hatten sich zur Mittagszeit gerade einmal 1033 Fans in die kugelförmige Arena verirrt.

"Wir haben realisiert, dass wir eine falsche Preisstrategie hatten. Ich hoffe, dass es uns nun gelingt, mehr Fans in die Arena zu locken", sagte Christer Englund, Vorsitzender des Organisationskomitees und des schwedischen Eishockey-Verbandes.

Englund schämte sich fast ein wenig über das mangelnde Interesse der heimischen Fans an den ausländischen Mannschaften: "Ich finde es nicht schön, wenn die anderen Teams kaum Zuschauer haben. Das haben sie nicht verdient."

Über die wenig berauschende WM-Stimmung hatten sich zuvor schon die Spieler des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) beklagt. "Da fährt man hochmotiviert zu einer WM - und dann ist die Halle leer", sagte Torhüter Dennis Endras.

Bundestrainer Jakob Kölliker meinte: "Wenn man das mit der WM von vor zwei Jahren in Deutschland vergleicht, dann war das schon eine andere Stimmung. Ich hoffe, die wird besser.

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