Alexander Owetschkin (r.) und Co. feiern einen deutlichen Sieg gegen die USA © getty

Der Rekordweltmeister fegt über die USA hinweg und nimmt Revanche für zwei bittere Pleiten. Kanada nutzt einen Fehler Tschechiens.

Minsk - Rekordweltmeister Russland hat mit einer Gala-Vorstellung seine Titelambitionen bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Minsk (täglich LIVE im TV auf SPORT1) untermauert.

Der 26-malige Titelträger fertigte den letztjährigen Bronzemedaillengewinner USA mit 6:1 (2:0, 4:1, 0:0) ab und nahm damit Revanche für die 3:8-Blamage vom Viertelfinale im Vorjahr und die Vorrunden-Niederlage bei den Olympischen Spielen in Sotschi. 888834 DIASHOW: Die Bilder der WM

Kanada besiegt Tschechien

Im zweiten Vergleich der großen Nationen setzte sich Olympiasieger Kanada gegen den WM-Titelträger von 2010 Tschechien mit 4:3 (1:1, 3:0, 0:2) durch.

Vizeweltmeister Schweiz schlittert derweil in eine tiefe Krise. Gegen Gastgeber Weißrussland gab es beim 3:4 (1:1, 1:1, 1:2) die dritte Niederlage im dritten Spiel.

Für eine erneute Überraschung sorgte Frankreich. Nach dem Erfolg über Kanada besiegte die Equipe mit der Slowakei erneut eine Topnation. Einen 1:3-Rückstand drehte der Co-Ausrichter der WM 2017 noch in ein 5:3 (0:1, 1:2, 4:0).

Owetschkin-Reihe überragt

Die Russen fegten mit dem Auftaktbully über die Russen hinweg. Vor allem die neuformierte erste Sturmformation um Superstar Alexander Owetschkin war von der US-Defensive nicht in den Griff zu bekommen.

Owetschkin steuerte ein Tor per Penalty (18.) bei, seine Reihenkollegen Viktor Tichonow und Sergej Plotnikow trugen sich zweimal (21., 40.) bzw. ebenfalls einmal (32.) auf dem Spielberichtsbogen ein (STATISTIK: Zahlen und Daten zur WM).

Die Führung hatte Nikolai Kulemin in der 7. Minute besorgt. Zudem traf Jewgeni Kusnezow (30.). US-Kapitän Justin Abdelkader gelang in der 21. Minute, 37 Sekunden nach dem 0:3, der Ehrentreffer.

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Russen vor USA

Die Russen führen in der Gruppe A mit der Maximalausbeute von neun Punkten die Tabelle vor den USA (6), Weißrussland (6) und der deutschen Mannschaft (5) an (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Die Auswahl von Bundestrainer Pat Cortina trifft am Dienstag (ab 15.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) auf die siebtplatzierten Finnen, die noch auf den ersten Zähler bei dieser WM warten.

Doppelschlag der Kanadier

In der Gruppe B führt Kanada nach dem zweiten Sieg im dritten Spiel mit sieben Zählern. Joel Ward mit seinem dritten Turniertreffer (10.), Kyle Turris (24.), Nathan MacKinnon (37.) und Morgan Rielly (37.) sorgten für den glücklichen Erfolg der Ahornblätter.

Roman Cervenka hatte die zu Beginn überlegenen Tschechen in Führung geschossen (6.), Jiri Novotny (53.) und Tomas Hertl (54.) gelang nur noch der Anschluss.

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Kovar schlägt Bieksa Zahn aus

Spielentscheidend war eine Fünf-Minuten + Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Jan Kovar, der Kanadas Kapitän Kevin Bieksa mit einem hohen Stock einen Zahn ausgeschlagen hatte.

Die Überzahl nutzte die Kanadier zu einem Doppelschlag und erhöhten binnen 17 Sekunden von 2:1 auf 4:1.

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Schweiz stürzt ab

Derweil geht der Absturz der Schweizer weiter. Nach ach dem schlechtesten Start seit 19 Jahren muss der Vizeweltmeister sogar um den Klassenerhalt bangen. Mit drei Pleiten waren sie zuletzt bei ihrem Abstieg 1995 in eine WM gestartet.

"Wir müssen aufpassen, es kann alles passieren", warnte der scheidende Coach Sean Simpson, dessen Nachfolge nach der WM sein kanadischer Landsmann Hanlon antritt.

Der schlimmste Fall, der siebte Abstieg aus der A-Gruppe, könnte eintreten, meinte der frühere Münchner Meistermacher: "Wenn man dreimal verliert, muss man ehrlich sein."

Simpson fordert Reaktion gegen Deutschland

Nächster Gegner der Schweizer, die zuvor bereits gegen Russland (0:5) und die USA (2:4) unterlegen waren, ist am Mittwoch (ab 15.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) die deutsche Nationalmannschaft.

"Sie müssen sich entscheiden. Wenn sie 60 Minuten durchspielen und gegen die Deutschen gewinnen, ist alles wieder möglich", sagte Simpson an die Adresse seiner Spieler, "wenn nicht, müssen wir aufpassen." (SHOP: Jetzt Eishockey-Fanartikel kaufen)

Weber gleicht blitzschnell aus

Auf die Führung der Gastgeber durch Sergej Kostizyn (6.) regierten die Schweizer schnell.

NHL-Profi Yannick Weber glich nur 41 Sekunden später in Überzahl aus (7.), und Reto Schäppi erzielte noch vor der ersten Drittelpause in Unterzahl das 2:1 (18.).

Andrej Stas gelang aber ebenso der Ausgleich (24.) wie Kostizyn (50.) nach der erneuten Schweizer Führung durch Etienne Froidevaux (44.).

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Siegtor durch Grabowsky

NHL-Stürmer Michail Grabowsky von den Washington Capitals verwertete unter dem Jubel der 13.207 Fans in der Minsk Arena einen Traumpass von Kostizyn zum Siegtor für Weißrussland (58.).

"Das war ein Weltklassespielzug", schwärmte Hanlon, "der Pass war unglaublich." Simpson ärgerte sich indes: "Wir sind selber schuld. Wir haben Fehler gemacht, die einfach nicht passieren dürfen."

Frankreich schlägt auch die Slowakei

In der Gruppe A nahm Favoritenschreck Frankreich das Viertelfinale ins Visier.

Drei Tage nach dem sensationellen 3:2 gegen Olympiasieger Kanada besiegte die Equipe Tricolore auch Ex-Weltmeister mit 5:3 (0:1, 1:2, 4:0).

Dabei drehte das Team von Trainer Dave Henderson mit Toren von Baptiste Amar (51.), Antoine Roussel (51. und 60.) und Damien Fleury (57.) im Schlussdrittel noch das Spiel.

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