Der Star macht in einem der besten Spiele der jüngeren WM-Geschichte den Unterschied. Ein Einzelner triumphiert über ein Team.

Es wurde vorher über das Duell der Giganten geredet, über grandiose Einzelspieler gegen grandioses Teamspiel, über Malkin und Dazjuk gegen die ausbalancierte Offensive. Es hatte davon Alles und Nichts.

Alles, weil es eines der besten, der intensivsten, der abwechslungsreichsten und verrücktesten Eishockeyspiele war, denen ich jemals beiwohnen durfte.

Alles, weil es ein Schlagabtausch war, der die Zuschauer mitriss, der den sonst eher stummen Globen zum Toben brachte.

Alles, weil beide Teams um die Bedeutung der Partie wussten.

Alles, weil die Spieler sich nichts schenkten und dorthin gingen, wo es weh tat und darüber hinaus.

Alles, weil es auch über das Erlaubte hinaus ging.

Mit einem Wort: HAMMER!

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Was die Schweden und Russen am Freitagabend im ausverkauften Globen zeigten, war Werbung für den Eishockey-Sport.

Aber es war auch Nichts davon. Nichts, weil es am Ende - trotz 35 minütiger Demonstration der Schweden in Sachen Teamspiel - die Show eines einzelnen Mannes war.

Einer Diva auf dem Eis, die über allem erhaben scheint, die das Spiel auf eine andere Stufe hebt, die andere mitreißt, die sich in den entscheidenden Momenten von anderen Spielern abhebt.

Es war allein das Spiel von Jewgeni Malkin.

Man kann seine Art auf und abseits des Eises lieben oder hassen, man kann ihn als arrogant, als überheblich, als abgehoben ansehen.

Aber man keines nicht sagen, obwohl erst 36 von 64 Spielen absolviert sind: Dass er nicht der herausragende Spieler dieser WM ist. Er hat 3 Tore selbst erzielt, 2 weitere vorbereitet, stand bei allen 7 Toren Russlands auf dem Eis.

Aber das allein war es nicht. Er hat die Fäuste sprechen lassen, als Fäuste gefragt waren, er hat eingesteckt, als Einstecken gefragt war, er hat all das gemacht, was von einem Leader von einem Superstar erhofft, erwartet und gefordert wird.

Malkin hat den Unterschied ausgemacht. Ein Spieler hat über das Teamspiel triumphiert. Das soll keine Lobhudelei sein, sondern einfach nur die Tatsachen widerspiegeln.

Große Spieler zeigen sich in großen Spielen heißt es. Wer einen Beweis brauchte, hat ihn am Freitagabend erhalten.

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