SPORT1-Experte Rick Goldmann bemängelt die Schusseffizienz des DEB-Teams. Er glaubt, die Halbfinalisten stehen bereits fest.

Hallo Eishockey-Freunde,

vier Spiele hat die deutsche Mannschaft jetzt bereits bei dem Turnier bestritten. Nachdem wir zuletzt schon über Lettland und Italien gesprochen haben, kommen wir nun zu den Spielen gegen Russland und Schweden.

Gegen die Russen war die deutsche Mannschaft lange mit dabei, war ebenbürtig.

Die Schweden aber haben gezeigt, dass sie eine Klasse besser sind. Aber das ist nicht weiter schlimm.

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Gegen Dänemark und Norwegen ist es nun Pflicht, zwei Siege zu holen. Und wenn es so läuft, hat man es gegen die Tschechen selbst in der Hand, um für Punkte zu sorgen und das Ziel Viertelfinale zu erreichen.

Dazu muss das DEB-Team aber auf jeden Fall in der Schusseffizienz besser werden. Die Jungs sind im Abschluss die schlechteste Mannschaft im Turnier.

Sie brauchen die meisten Schüsse, es fällt nur bei jedem 18. Schuss ein Tor. Hier befindet sie sich wieder auf dem Niveau von 2009.

Ein ähnliches Niveau hat auch das Flair hier bei der WM. Leider ist noch immer keine WM-Stimmung ausgebrochen. Man hat das Gefühl, die Schweden wissen gar nicht, dass hier eine WM ist.

Außer der schwedischen Eishockey-Nationalmannschaft, die begeistert mich außerordentlich. Das ist in unserer Gruppe mit Russland die stärkte Mannschaft.

In Helsinki sind nach meinen Eindrücken Finnland und Kanada am stärksten, so dass ich mich jetzt schon weit aus dem Fenster lehne und sage, die vier Teams werden im Halbfinale für Glanz sorgen.

A propos Glanz: Heute habe ich erstmals die Sonne über Stockholm gesehen. Das kommt vor, wenn man so viel Zeit in der Eishalle verbringt. Ansonsten habe ich nur gehört, dass sie auch schon mal da war.

Heute habe ich sie das erste Mal gesehen, die Sonne ist aufgegangen - für mich und ich hoffe, das gilt auch für das Turnier, weil jetzt die WM erst richtig losgeht.

Euer

Rick Goldmann

Erich Goldmann, 36, stand 126 Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Eis. Der Verteidiger, der beim NHL-Draft 1996 an 212. Position von den Ottawa Senators gezogen wurde, bestritt ein Spiel in der NHL. Nach einer schweren Sprunggelenksverletzung beendete er 2008 beim EHC München seine Laufbahn. In seiner Karriere bestritt er für den EV Landshut, Adler Mannheim, Kaufbeurer Adler, Moskitos Essen, ERC Ingolstadt und Iserlohn Roosters 500 DEL-Spiele. Für SPORT1 kommentiert Goldmann seit 2009 die Spiele der Nationalmannschaft.

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