Keine Cheerleader, keine Hotdogs, kein Bier: Schwedens Hauptstadt lässt den WM-Charme vermissen. Helsinki zeigt wie es geht.

Es gibt so viele gutaussehende Schwedinnen. Und dabei muss man erst gar nicht so weit schauen wie zu den großen Filmstars von früher wie Ingrid Bergmann oder Greta Garbo.

Ich finde zum Beispiel die Bedienung in einem Cafe neben dem Mediencenter recht hübsch.

Nur im Globen ist dort, wo man die gutaussehenden Schwedinnen in engen Tops, kurzen Röckchen und mit Pompons erwartet, nichts zu sehen.

Die Treppen in der Eishalle sind leer. In den Spielunterbrechungen zwischen Pfiff und Bullys - nichts.

Keine Cheerleader.

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Gut, es gibt eine Eismeisterin. Nichts gegen die Eismeisterin, aber sie sitzt nicht in knappem Röckchen auf der Zamboni und winkt mit den Puscheln ins Publikum.

Im vergangenen Jahr in Bratislava war ein Spiel ohne Cheerleader undenkbar. In Helsinki sorgen Finninnen in knapper Bekleidung für den Sidekick, der beim Eishockey mittlerweile genauso dazu gehört, wie beim Football und Basketball.

Aber es sind nicht die Cheerleader allein, die Stockholm abgehen. Noch ist die WM in der schwedischen Hauptstadt nicht angekommen.

Verlässt man den Globen und das dazugehörige Gelände mit Shopping-Center und fährt nur eine U-Bahn-Station weiter, deutet bereits nichts mehr daraufhin, dass in Stockholm derzeit eine Eishockey-WM stattfindet.

Hallo! Eishockey! Das Spiel der Schweden, das selbst Fußball in den Hintergrund drängt, im eigenen Land, wo die Spieler verehrt werden wie die größten Showstars.

Und in der Arena ? Auch nichts, kaum Stimmung. Dort dominiert selbst bei Spielen der Tre Kronor die rote Farbe der Bestuhlung über Gelb und Blau.

Schweden-Legionär Alex Barta zeigt sich ebenso überrascht wie die Journalisten aus allen Herren Ländern, inklusive der aus Schweden.

In Helsinki hört man, sieht es anders aus. Der Zuschauer-Andrang ist weit größer, die Fanmeile ist gut besucht.

Und: In der finnischen Hauptstadt lädt das Organisationskomitee die Medienvertreter zu Chili Hotdogs und Bier ein.

In Stockholm? Nichts. Keine Chili Hotdogs, kein Bier und keine Cheerleader.

Nächstes Jahr trägt Stockholm die WM erneut aus, dann als Hauptgastgeber. Bis dahin muss sich noch vieles bessern.

Und für die Organisatoren habe ich noch einen kleinen Tipp. Wenn ihr für nächstes Jahr Cheerleader sucht, schaut doch mal in das Cafe neben dem Mediencenter.

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