Duncan Keith spielt seit 2005 in der NHL für die Chicago Blackhawks © getty

Bei SPORT1 spricht Kanadas Duncan Keith über den WM-Auftakt gegen die Slowakei, Rivalität zu den USA und den Triple Gold Club.

Von Rainer Nachtwey

München/Helsinki - Das Jahr 2010 hätte für Duncan Keith nicht besser laufen können.

Olympiasieger mit Kanada, Stanley-Cup-Champion mit den Chicago Blackhawks und anschließend heimste der 28 Jahre alte Kanadier noch die Auszeichnung für den besten Verteidiger, die Norris Trophy, ein ( 551566 DIASHOW: Die Stars der WM ).

Eines fehlt dem in Winnipeg geborenen Blueliner aber: WM-Gold.

In Helsinki (LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM auf SPORT1.de) nimmt Keith nach 2008 in Halifax und Quebec einen zweiten Anlauf auf den Titel - und die Aufnahme in den Triple Gold Club, der WM-Gold, Olympia-Gold und Stanley-Cup-Triumph beinhaltet.

Nach dem Aus in der ersten Playoffrunde der NHL gegen die Phoenix Coyotes stieß der Vize-Weltmeister von 2008 zu den "Ahornblättern". (NEWS: Zwei Blackhawks für die "Ahornblätter")

Vor dem Auftaktspiel gegen die Slowakei (ab 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) spricht Duncan Keith im SPORT1-Interview über den Triple Gold Club, seine Ambitionen und die Rivalität mit den USA.

SPORT1: Mister Keith, viele Spieler haben aufgrund von Verletzungen und der langen Saison ihre Teilnahme bei der WM abgesagt. Was motiviert Sie, für Team Kanada aufzulaufen?

Duncan Keith: Als erstes muss ich sagen, dass ich Glück hatte und verletzungsfrei geblieben bin. Daher bietet sich mir die Möglichkeit, mein Land zu repräsentieren. Das ist ein Privileg. Ich freue mich, hier zu sein und auf die Herausforderung, gegen die anderen Länder anzutreten.

SPORT1: Es heißt immer, Kanada ist das Mutterland des Eishockeys. Macht es Sie dann besonders stolz, im Trikot mit dem Ahornblatt vor dem Spiel die Nationalhymne zu hören?

Keith: Wie gesagt, es ist ein Privileg, im kanadischen Team zu sein. Jedes Mal, wenn du die Nationalhymne hörst, weißt du: Du vertrittst dein Land, du spielst für alle Kanadier. Daher willst du alles geben. Das stachelt dich noch einmal zusätzlich an.

SPORT1: Sie haben in Vancouver Olympisches Gold mit Kanada gewonnen, den Stanley Cup mit Chicago. Eine Goldmedaille bei einer WM würde Sie in den Triple Gold Club bringen. Ist das ein Ziel von Ihnen?

Keith: Absolut. Das ist ein Grund, warum ich hier bin. Um Gold zu gewinnen - das haben wir 2008 verpasst. Teil dieses erlesenen Kreises zu sein, wäre etwas ganz Besonderes.

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SPORT1: Welche Art von Spiel erwarten Sie bei der WM auf der größeren Eisfläche? Wird es weniger auf den Körper gehen wie in der NHL?

Keith: Ich denke, es wird vergleichbar mit den Olympischen Spielen. Ob es weniger auf den Körper geht, da bin ich mir nicht sicher. Die Spiele werden viel abverlangen - mit hohem Tempo, hoher Intensität und vielen großartigen Spielern. Das wird ein großartiges Event.

SPORT1: Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die WM? (DATENCENTER: Der WM-Spielplan)

Keith: Mit Kanada muss es immer dein Ziel sein, Gold zu gewinnen. Wir wollen eine gute Leistung bringen und dieses Ziel erreichen. Unser Kader ist voller herausragender Spieler, aber das haben die anderen Teams auch. Wir müssen als Team schnell zusammenfinden. Vor allem, weil wir die ersten beiden Spiele gegen die Slowakei und die USA bestreiten.

SPORT1: Nach dem Spiel gegen die Slowakei folgt das Duell mit den USA. Was macht diese Duelle gegen die USA so besonders?

Keith: Das ist eine große Rivalität, dadurch dass wir uns einen Kontinent teilen. Gegen sie spielen wir immer besonders motiviert, aber das wird ein sehr, sehr schweres Spiel.

SPORT1: Sehen Sie Titelverteidiger und Gastgeber Finnland als Favorit in Ihrer Gruppe an?

Keith: Ich erwarte eine sehr starke finnische Mannschaft. Die Finnen haben letztes Jahr, als sie den WM-Titel geholt haben, gezeigt, was sie können. Ihnen stehen dieses Jahr wieder viele Spieler aus dem letzten Jahr zur Verfügung. Sie sind eingespielt und daher wird es sehr schwer gegen sie zu bestehen.

SPORT1: Sie spielen zweimal Back-to-back-Spiele gegen die USA und Kasachstan. Wie schwer ist es da insbesondere gegen Kasachstan die Müdigkeit aus den Beinen zu bekommen und konzentriert ans Werk zu gehen?

Keith: Klar, ist das schwer, aber das sind alle Spiele. Außerdem haben wir in der NHL viele Back-to-back-Spiele. Solange wir uns auf uns konzentrieren, wird es uns gut gehen.

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