Das Maskottchen der WM 2012 in Stockholm und Helsinki heißt Hockeybird © getty

Die Eishockey-WM 2012 in Helsinki und Stockholm ist gestartet. Doch wie genau läuft das Turnier ab? SPORT1 erklärt den Modus.

Stockholm - Erstmals seit 1999 findet in Schweden und Finnland die Eishockey-WM mit einem veränderten Modus statt.

Die Zwischenrunde mit zwei Sechserteams nach vier Vorrundengruppen wird es nicht mehr geben, stattdessen treffen die 16 WM-Teilnehmer in zwei Vorrundengruppen a acht Teams aufeinander.

Die ersten Vier aus der Gruppe H (Helsinki) und der Gruppe S (Stockholm) qualifizieren sich für das Viertelfinale, die beiden Tabellenletzten steigen in die B-Gruppe ab (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

Sollte Schweden oder Finnland, gemeinsam WM-Ausrichter 2012 und damit automatisch qualifiziert, die letzten beiden Plätze ihrer jeweiligen Gruppe belegen, steigen die Vorletzten ab.

Pätzold und Kölliker begrüßen Neuerungen

Der neue Modus kommt bei den Aktiven gut an.

Deutschlands Keeper Dimitri Pätzold meinte im Gespräch mit SPORT1: "Ich finde den neuen Modus gerechter."

Ins gleiche Horn stößt auch Bundestrainer Jakob Kölliker: "Die letzten Jahre hatten wir am Anfang einem Großen öfter mal ein Bein stellen. Jetzt müssen wir damit noch ein wenig länger warten."

Kreuzvergleich erst im Halbfinale

Die Runde der letzten Acht wird aus reisetechnischen Gründen nicht über Kreuz ausgetragen - das heißt: der Erste der Gruppe H trifft nicht auf den Vierten der Stockholm-Staffel, sondern auf den Vierten der eigenen Gruppe.

In den Halbfinalspielen erfolgt dann wieder ein Kreuzvergleich, der Sieger der Helsinki-Partie (Erster gegen Vierter und Zweiter gegen Dritter) trifft auf die Stockholm-Gewinner (Erster gegen Vierter und Zweiter gegen Dritter).

Für die Fünft- bis Achtplatzierten ist die WM nach der Vorrunde beendet.

"Sudden Death" und Drei-Punkte-System

Bei der Punktevergabe bleibt alles beim Alten, es wird das Drei-Punkte-System angewendet. Für einen Sieg nach der regulären Spielzeit gibt es drei Punkte.

Steht es nach 60 Minuten unentschieden, wird um maximal fünf Minuten verlängert ("Sudden Death"), dabei stehen pro Mannschaft nur vier Feldspieler auf dem Eis.

Ist danach immer noch keine Entscheidung gefallen, kommt es zum Penaltyschießen. Der Sieger erhält zwei, der Verlierer einen Zähler.

Maximal zehn Minuten Verlängerung

In der K.o.-Runde wird bei Unentschieden maximal zehn Minuten verlängert (im Finale 20 Minuten). Wer ein Tor erzielt, ist Sieger ("sudden death").

Fällt in der Verlängerung keine Entscheidung, kommt es zum Penaltyschießen - auch im Endspiel.

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