Marcel Goc spielt seit 2003 in der NHL und seit März bei den Pittsburg Penguins © getty

Nationalspieler Marcel Goc hat im drohenden Machtkampf des Deutschen Eishockey-Bundes klar Partei ergriffen.

"Für mich kann es nur einen Kandidaten aufs Präsidenten-Amt geben: Franz Reindl", sagte der NHL-Profi der Pittsburgh Penguins im Interview mit SPORT1: "Er war Spieler, er war Trainer, er war Manager, Sportdirektor, Generalsekretär. Er hat alle Positionen bekleidet, die es gibt. Wenn sich einer im deutschen Eishockey auskennt, und es vorantreiben kann, dann der Franz."

Seinem jetzigen Präsidenten Uwe Harnos traut Goc die notwendigen Reformen offenbar nicht mehr zu.

Der Widerstand gegen den Anwalt wächst, hinter den Kulissen haben mehrere Klubs den langjährigen Sportdirektor Reindl als Gegenkandidaten in Stellung gebracht.

Erklärt sich der Bronzemedaillengewinner von 1976 für eine Kandidatur bereit, kommt es bei den Präsidiumswahlen am 17. Juli zur Kampfabstimmung gegen Harnos.

Auch innerhalb des Deutschen Eishockey-Bundes wächst der Rückhalt für Reindl.

Mehrere Landesverbände, darunter Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen sprachen sich in den vergangenen Tagen für den langjährigen Sportdirektor als DEB-Chef aus.

Auch Teile des zweitgrößten Landesverbandes Nordrhein-Westfalen sympathisieren nach SID-Informationen mit Reindl.

Für den jetzigen Präsidenten Uwe Harnos hatte sich der bayerische Verbandsboss Dieter Hillebrand stark gemacht.

Reindl hatte während der WM in Minsk "unglaublichen Zuspruch" erfahren, viele Klubs favorisieren den Bronzemedaillengewinner von 1976.

Er soll Harnos in Minsk mitgeteilt haben, dass er über eine Kandidatur nachdenke. Die Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen.

Der deutschen Nationalmannschaft bescheinigte Goc, der wegen einer Fußverletzung bei der WM in Weißrussland nicht am Start war, trotz des enttäuschenden 14. Platzes "solide Spiele".

"Vom Endergebnis muss man besser dastehen, ganz klar. Aber es waren viele junge Spieler dabei, die ihre erste WM gespielt haben. Die Erfahrung wird ihnen im nächsten Jahr helfen, um solche Spiele zu gewinnen", sagte der frühere Mannheimer und Schwenninger.

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