Die Eishockey-WM im autoritär regierten Weißrussland ist wegen der massiven Menschenrechtsverletzungen umstritten, die Bedingungen für die Spieler sind indes ideal.

"Es ist wirklich Wahnsinn, was die hier aufgebaut haben", meinte Nationalspieler Moritz Müller vor dem Auftaktspiel am Samstag (ab 11.30 Uhr LIVE im TV auf Sport1) gegen Aufsteiger Kasachstan, "die Rahmenbedingungen sind klasse."

Die Auswahl des DEB trägt ihre WM-Spiele in der 15.000 Zuschauer fassenden Minsk Arena aus.

Die hochmoderne Multifunktionsarena, die eigens für die Weltmeisterschaft gebaut wurde, beheimatet den KHL-Klub Dinamo Minsk.

Ihre ersten Trainingseinheiten bestritt die Mannschaft von Bundestrainer Pat Cortina im ebenfalls neuen Eisschnelllaufstadion direkt nebenan.

Dort sind zwei Eishockey-Spielflächen für die Zeit der WM installiert.

Das Mannschaftshotel Victoria ist gerade erst fertig geworden. Es riecht noch nach Farbe.

"Vom Organisatorischen her ist es bis jetzt die beste WM", sagte Russland-Legionär Felix Schütz, der seine fünfte Weltmeisterschaft bestreitet.

"Wie wir empfangen worden sind, war großes Kino", meinte Müller, der nach einem Spaziergang durch die Innenstadt beeindruckt feststellte:

"Man merkt, dass Eishockey hier Nationalsport ist. Es hat hier einen noch höheren Stellenwert als in Finnland."

Staatschef Alexander Lukaschenko, selbst begeisterter Eishockeyspieler, hat im Vorfeld der WM 31 Eishallen bauen lassen. Menschenrechtler befürchten, dass die WM als Propaganda-Show missbraucht wird.

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