Erich Kühnhackl war drei Mal Spieler des Jahres © getty

Stühlerücken beim Deutschen Eishockey-Bund: Der DEB hat am Montag in München strukturelle Veränderungen mitgeteilt.

DEB-Generalsekretär Franz Reindl widmet sich künftig ausschließlich seinem Job als Geschäftsführer des Organisationskomitees der Eishockey-WM 2017 in Deutschland und Frankreich sowie der Aufgabe in der Vermarktung der Nationalmannschaft.

Zudem wird der bisherige DEB-Vizepräsident Sport Erich Kühnhackl im Juli nicht zur Wiederwahl antreten und eine neue Herausforderung suchen.

Bei der Mitgliederversammlung im Sommer wird dagegen DEB-Präsident Uwe Harnos für eine weitere Amstzeit kandidieren, ebenso Vizepräsident Manuel Hüttl.

Als zunächst kommissarischer Vizepräsident Finanzen wurde Unternehmensberater Rudolf Kuhn vorgestellt.

Neuer Geschäftsführer des DEB wird ab 1. Juli Ex-Profi Sven Zywitza, der in dieser Funktion bis 2013 beim neuen deutschen Meister ERC Ingolstadt tätig war.

Für Kühnhackl, der nach SID-Informationen eine Beraterposition beim Brausehersteller Red Bull übernehmen könnte, soll bis zum Sommer ein geeigneter Nachfolger gefunden werden.

Präsident Harnos will durch die Bekanntgabe der Personalien mögliche Spekulationen während der bevorstehenden Eishockey-WM in Minsk verhindern.

"Die nächsten Wochen sollen dem Sport gehören", sagte der 53-jährige Jurist, der künftig einen "Weg der Transparenz" beschreiten und die dauernden Diskussionen im deutschen Eishockey beenden möchte.

"Die politischen Themen sind erledigt."

Kühnhackl erklärte, er habe die Zeit beim DEB sehr genossen.

"Ich habe versucht, etwas zu bewegen", sagte das frühere Eishockey-Idol.

Für Reindl ändert sich nach eigener Aussage nicht viel.

"Die Tätigkeit als Generalsekretär hat nur wenige Prozente meiner Arbeit in Anspruch genommen. Für die WM 2017 liegen wir im Zeit- und Finanzplan", sagte er.

Hier gibt es alles zum Eishockey

Weiterlesen