Auch die Deutsche Eishockey Liga (DEL) ist an der Aufarbeitung der enttäuschenden WM in Schweden und Finnland beteiligt.

Die Klubmanager Peter John Lee (Eisbären Berlin) und Karl-Heinz Fliegauf (EHC Wolfsburg) werden wahrscheinlich in der kommenden Woche ein persönliches Gespräch mit Bundestrainer Jakob Kölliker führen und danach dem Direktorat der Nationalmannschaft eine Empfehlung über eine diskutierte weitere Zusammenarbeit mit dem Schweizer geben.

"Wir werden über alles sprechen, was bei der WM abgelaufen ist. Am Ende werden wir hoffentlich eine für alle gute Lösung finden", sagte Lee.

Der Eisbären-Manager vertritt neben Fliegauf die DEL im so genannten "Kompetenzteam Sport", das dem Direktorat beratend zur Seite steht, und gilt als Kölliker-Vertrauter.

Fliegauf machte deutlich, dass nach dem Verpassen der direkten Olympia-Qualifikation sowie den zwei desolaten Auftritten zum Turnierabschluss gegen Norwegen (4:12) und Tschechien (1:8) beim Treffen mit Kölliker großer Gesprächsbedarf besteht.

"Wenn ein Torhüter sich im Spiel selbst auswechselt und ein erfahrener Spieler nach einem verlorenen Zweikampf einen Schläger hinterherwirft, dann steckt immer ein bisschen mehr dahinter", sagte der Wolfsburger Manager: "Der Frust kommt nicht von irgendwo."

Vor dem Turnier hatten sich DEB und DEL intern praktisch schon auf Kölliker als neuen Sportdirektor festgelegt. Der Vertrag des Schweizers als Bundestrainer läuft mit der WM aus. Das Thema Sportdirektor wird nun zumindest nochmal neu bewertet und hinterfragt.

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