Das DEB-Team träumt gegen Russland lange von der Sensation und dem Viertelfinale. Eine Fehlentscheidung läutet die Niederlage ein.

[kaltura id="0_1yta73at" class="full_size" title=""]

Minsk - Superstar Alexander Owetschkin geärgert, am Ende aber doch verloren: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat nur knapp eine WM-Sensation verpasst.

Beim 0:3 (0:0, 0:0, 0:3) gegen Rekordweltmeister Russland durfte das Team von Bundestrainer Pat Cortina bis 17 Minuten vor Schluss von einem Sieg träumen, dann war die allerletzte Chance auf das Viertelfinale bei der WM in Minsk (LIVE im TV auf SPORT1) dahin.

Grubauer großartig

Mit dem überragenden Torhüter Philipp Grubauer, der Owetschkin und Co. über zwei Drittel zur Verzweiflung brachte, stemmte sich die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) lange gegen die 40. Niederlage im 41. WM-Duell mit der Sbornaja (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Wadim Schipatschjow (43.), Sergej Schirokow (51.) und Wiktor Tichonow (60.) besiegelten sie vor 14.021 Zuschauern in der Minsk Arena dann doch ( 885712 DIASHOW: Der deutsche WM-Kader ).

Allerdings war Grubauer beim ersten Treffer von einem gegnerischen Spieler behindert worden. Das Tor hätte nicht zählen dürfen.

Schwache Schiedsrichter

Generell sorgte die slowenisch-tschechische Schiedsrichterkombination mit zweifelhaften Entscheidungen für Unverständnis bei den deutschen Spielern.

Der dritte Treffer fiel, als Cortina den Torhüter vom Eis genommen hatte (SERVICE: Die Statistiken der Eishockey-WM).

"Es ist super, dass ich bester Spieler war, aber wichtiger wären die drei Punkte gewesen, die haben wir nicht geholt", sagte Grubauer, der nach dem Spiel als bester Spieler der deutschen Mannschaft ausgezeichnet worden war.

SHOP: Jetzt Eishockey-Fanartikel kaufen

Schwächer als 2009 in Bern?

Nun droht trotz der starken Leistung gegen die Sbornaja nach der vierten Niederlage in Folge das schlechteste WM-Abschneiden seit dem Debakel von Bern 2009.

In der letzten Partie der Gruppe B am Dienstag (Di., ab 11.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER)) gegen den Olympiavierten USA geht es nur noch um Platz elf bis 14.

Vor fünf Jahren war die deutsche Mannschaft als 15. nur erstklassig geblieben, weil sie im Jahr darauf WM-Gastgeber war.

Owetschkin muss vom Eis

AHL-Torwart Grubauer erhielt vor dem zuletzt schwachen Berliner Rob Zepp den Vorzug. Der 22-Jährige hatte bei seinem Länderspieldebüt am 26. April 2:0 gegen Russland gewonnen.

Zudem kennt er Owetschkin bestens: 17 NHL-Spiele hat Grubauer in dieser Saison als Teamkollege der Superstars bei den Washington Capitals bestritten.

Owetschkin musste in der 50. Minute angeschlagen in die Kabine geführt worden, über die Schwere der Verletzung war zunächst nichts bekannt.

Nach der Partie ist der Star der Washington Capitals mit dem Verdacht auf Fußbruch zu weiteren Untersuchungen in eine Klinik gebracht worden.

DEB-Team lange stark

Der Goalie und seine Vorderleute spielten zwei ganz starke Drittel und überstanden selbst zwei Minuten in 3:5-Unterzahl schadlos.

Glück hatte Grubauer allerdings, als Wiktor Tichonow den Pfosten traf (9.). Chancen zur Führung hatte das DEB-Team durchaus.

Shootingstar Thomas Oppenheimer, bislang bei seiner ersten WM viermal erfolgreich, scheiterte zweimal knapp.

Russland ohne Malkin

Die vorwiegend russischen Fans in der Minsk Arena wurden immer unruhiger, weil ihre Mannschaft arge Probleme mit den kampfstarken und taktisch disziplinierten Deutschen hatte.

Der deutsch-lettische Trainer Oleg Snarok hatte nur vier der insgesamt acht NHL-Profis aufgeboten.

Auch Stürmerstar Jewgeni Malkin fehlte nach dem überraschenden Play-off-Aus mit den Pittsburgh Penguins in der NHL noch.

[kaltura id="0_2esioqup" class="full_size" title="Cortina M ssen ein Tor schie en "]

Weiterlesen