Nach der Pleite gegen Weißrussland rückt das WM-Viertelfinale für das DEB-Team in weite Ferne. Alex Barta gibt dennoch nicht auf.

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Minsk - Zwei Drittel lang durften die deutschen Eishockey-Nationalspieler noch vom WM-Viertelfinale (LIVE im TV auf SPORT1) träumen, dann folgte das böse Erwachen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Mit zwei Toren im Schlussabschnitt fügte Weißrusslands NHL-Star Michail Grabowski der jungen DEB-Auswahl eine bittere 2:5 (2:1, 0:1, 0:3)-Niederlage zu - und zerstörte alle deutschen Hoffnungen ( 885712 DIASHOW: Der deutsche WM-Kader ).

Klassenerhalt trotz Niederlage

"Grabowski war nicht zu stoppen", sagte Bundestrainer Pat Cortina nach der Pleite gegen die WM-Gastgeber in Minsk: "Wir waren 40 Minuten lang die bessere Mannschaft, aber wir hatten kein Glück. Immer wenn wir einen Fehler gemacht haben, war der Puck im Netz. Wir dürfen jetzt den Kopf nicht hängen lassen, sondern müssen zurückschlagen. Aber das wird schwer."

Der Klassenerhalt ist immerhin gesichert, nach dem 2:6 gegen die Schweiz steht Aufsteiger Kasachstan schon vorzeitig als Absteiger fest (SERVICE: Die Statistiken der Eishockey-WM).

Die Runde der letzten Acht ist jedoch praktisch außer Reichweite.

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Russland als letzte Chance

Nach der dritten Niederlage im fünften Spiel liegt die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in der Vorrundengruppe B aussichtslos zurück.

In den letzten beiden Partien gegen Rekordweltmeister Russland am Sonntag (ab 19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER)) und den Olympiavierten USA am Dienstag muss das Cortina-Team mindestens vier Punkte holen und zudem Schützenhilfe der Konkurrenz erhalten.

"Einen Haken machen wir erst drunter, wenn das Turnier vorbei ist", sagte Torschütze Alexander Barta trotzig, gab aber immerhin zu: "Es wird noch schwerer." ( 893357 DIASHOW: Die Bilder des Spiels )

2:0 Führung reicht nicht

Die Tore des Mannheimers Kai Hospelt (9.) und des Münchners Barta (12.) hatten im fünften Vergleich nicht zum zweiten WM-Sieg gegen Weißrussland gereicht.

Vor allem weil NHL-Stürmer Grabowski von den Washington Capitals im letzten Drittel unter dem Jubel der 14.478 Zuschauer in der Minsk Arena mit zwei Toren (43. und 50.) seine außergewöhnliche Klasse bewies.

"Die haben ein paar Jungs drin, die ein paar Millionen verdienen", meinte Barta.

Zuvor hatten Andrej Stepanow (16.) und Alexej Ugarow (35.) den frühen deutschen Vorsprung egalisiert, zudem traf Geoff Platt (45.) für die Weißrussen.

Kowal sieht schlecht aus

Dabei hatte alles optimal begonnen: Beim 1:0 bekam die deutsche Mannschaft, die sich bislang mit dem Toreschießen so schwer tat, tatkräftige Unterstützung.

Torwart Witali Kowal ließ einen völlig harmlosen Schuss von Hospelt passieren. Der Mannheimer war von seinem ersten WM-Treffer selbst so überrascht, dass er zunächst gar nicht jubelte.

Plötzlich schien der Knoten geplatzt.

Nach einer sehenswerten Kombination über Frank Mauer und Felix Schütz spielte Barta zwei Abwehrspieler und den Goalie aus und schlenzte die Scheibe ins leere Tor.

Weißrussland kommt zurück

Weißrusslands Trainer Glen Hanlon nahm eine Auszeit, um sein Team neu einzustellen.

Mit Erfolg: Als Verteidiger Justin Krueger auf der Strafbank saß, nutzten die Gastgeber gleich ihr erstes Überzahlspiel zum Anschlusstreffer.

In der ersten Pause wechselte der kanadische Coach zudem seinen Torwart und brachte seinen Landsmann Kevin Lalande, der einen weißrussischen Pass besitzt.

Der 27-Jährige profitierte davon, dass die deutschen Stürmer gleich mehrere hochkarätige Chancen leichtfertig vergaben. Die beste Möglichkeit zum 3:1 hatte Felix Schütz (28.).

Zepp patzt

Beim 2:2 patzte der Berliner Verteidiger Constantin Braun, Ugarow traf im Nachschuss.

Vor dem dritten Gegentor verlor Jungstar Leon Draisaitl im Mitteldrittel den Puck. Torwart Rob Zepp ließ die Scheibe durchrutschen, Grabowski staubte zur ersten Führung der Gastgeber ab.

Danach hatte das DEB-Team den Weißrussen nichts mehr entgegenzusetzen.

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