Das DEB-Team verliert gegen die Schweiz trotz vieler Chancen und erleidet damit einen Rückschlag im Kampf um das Viertelfinale.

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Minsk - Ausgerechnet der angeschlagene Erzrivale Schweiz hat der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft einen dicken Strich durch die Viertelfinalrechung gemacht (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Das Team von Bundestrainer Pat Cortina kassierte gegen den zuvor sieglosen Vizeweltmeister eine bittere 2:3 (1:1, 1:2, 0:0)-Niederlage und büßte damit fast schon alle Chancen auf die K.o.-Runde bei der WM in Minsk (LIVE im TV auf SPORT1) ein.

Oppenheimer trifft doppelt

Einen Tag nach dem 0:4 gegen den Olympiadritten Finnland reichten auch die Turniertore Nummer drei und vier des Hamburger Shootingstars Thomas Oppenheimer (14. und 39.) nicht zum dritten WM-Sieg ( 885712 DIASHOW: Der deutsche WM-Kader ).

NHL-Profi Damien Brunner (13.), Denis Hollenstein (33.) und Kevin Romy (37.) sicherten den Eidgenossen die ersten WM-Punkte ( 891460 DIASHOW: Die Bilder des Spiels ).

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Gegen Weißrussland unter Zugzwang

Die junge Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) braucht nun ein kleines Wunder, um doch noch erstmals seit 2011 die Runde der letzten Acht zu erreichen.

Oppenheimer und Co., die mit fünf Punkten auf Rang fünf der Vorrundengruppe B liegen, müssten nicht nur am Samstag Gastgeber Weißrussland besiegen (Sa, ab 15.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER). Anschließend müsste das Cortina-Team auch noch eines der Schwergewichte Russland und USA bezwingen (SERVICE: Die Statistiken der Eishockey-WM).

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Aggressiver Auftritt

"Wir müssen wieder härter spielen", hatte Stürmer Marcus Kink nach dem Rückschlag gegen Finnland gefordert.

24 Stunden nach der Eishockey-Lektion des Olympiadritten trat das junge deutsche Team deutlich aggressiver und zweikampfstärker auf.

Den Schweizern war die Verunsicherung nach dem WM-Fehlstart deutlich anzumerken, doch Kink und Co. schlugen zunächst kein Kapital daraus.

Rückstand in Unterzahl

Im Gegenteil: Die DEB-Auswahl geriet überraschend in Rückstand.

Als Yannic Seidenberg auf der Strafbank saß, bescherte eine NHL-Koproduktion den Eidgenossen die Führung: Roman Josi, beim sensationellen WM-Silber von Stockholm der beste Spieler des Turniers, passte auf Brunner, der allerdings Glück hatte, dass der Puck dem Berliner Torhüter Rob Zepp durch die Schoner rutschte.

Doch das Cortina-Team antwortete prompt. Nach einem Schuss von Kapitän Frank Hördler staubte Oppenheimer zum hochverdienten Ausgleich ab.

Auch im zweiten Abschnitt bestimmte die deutsche Mannschaft zunächst das Spiel, wirklich gefährlich wurde es für den Schweizer Goalie allerdings selten.

Lattenpech für Barta

Die besseren Chancen hatten die Eidgenossen: Zepp rettete noch glänzend gegen Reto Suri (21.) und Hollenstein (32.), war beim Doppelschlag innerhalb von vier Minuten aber machtlos.

"Wir waren zu geil, den Ausgleich zu machen und waren hinten offen, das haben sie ausgenutzt. Wir waren nicht clever genug und haben uns nicht an den Plan gehalten, den wir uns vorgenommen haben", sagte Constantin Braun nach der Partie zu SPORT1.

Nach Oppenheimers 2:3 drängte das deutsche Team auf den Ausgleich. Doch die Belohnung blieb ihm versagt. Die größte Chance hatte Alexander Barta, der in seinem 150. Länderspiel in der Schlussminute vor dem leeren Tor nur die Latte traf.

"Wir waren die bessere Mannschaft mit den besseren Chancen, aber wir haben es nicht hinbekommen", sagte Barta: "Das ist sehr bitter, es war eine große Chance, aber wir werden aufstehen und weiterkämpfen."

Coach Pat Cortina war bei SPORT1 trotz der Niederlage mit der Leistung seines Teams einverstanden: "Ich bin zufrieden mit dem Einsatz. Das heute war eher unser Gesicht als gestern. Es tut mir leid für unsere Jungs. Ich glaube, wir haben viel Energie herein gepackt und viel gekämpft."

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