Franz Reindl wurde mit 73,5 Prozent zum DEB-Präsidenten gewählt
Bis 2013 war Franz Reindl 19 Jahre DEB-Sportdirektor © imago

Während der WM gibt es Gegenwind für DEB-Boss Uwe Harnos. Auch Liga-Vertreter Peter-John Lee lobt bei SPORT1 Franz Reindl.

Minsk/München - Auf dem Eis kämpfen die Nationalspieler um WM-Punkte, hinter den Kulissen die Funktionäre um die Macht im Verband.

Als möglichen Gegenkandidaten zu DEB-Präsident Uwe Harnos bringen immer mehr Klubs den langjährigen Sportdirektor Franz Reindl als Gegenkandidaten ins Spiel.

"Franz ist ein sehr guter Kandidat", sagte Peter-John Lee, Geschäftsführer des DEL-Rekordmeisters Eisbären Berlin bei SPORT1. Lee ist zugleich als Liga-Vertreter in Minsk.

Reindl denkt über Kandidatur nach

Angeblich unterstützen nicht nur die meisten Profiklubs aus der DEL und der DEL2 den Bronzemedaillengewinner von 1976, sondern auch unterklassige Vereine und Landesverbände. Nur sie dürfen bei den Präsidiumswahlen am 17. Juli abstimmen.

"Ich bin überrascht von der Zustimmung", sagte Reindl, "ich habe in den letzten Tagen unglaublichen Zuspruch erfahren, das ehrt mich." SHOP: Jetzt Eishockey-Fanartikel kaufen

Der ehemalige Nationalspieler, der vor drei Jahren als Sportdirektor von Harnos entmachtet worden war, will über eine Kandidatur nachdenken: "Wenn sich das weiter verdichtet, auch bei den stimmberechtigten Mitgliedern, muss ich die Situation ernsthaft überdenken und mit dem Präsidium Kontakt aufnehmen."

Harnos hält bis WM-Ende still

Harnos hatte kurz vor der WM seine erneute Kandidatur erklärt. (SERVICE: Die Statistiken der Eishockey-WM)

Zu der wachsenden Opposition wollte er keinen Kommentar abgeben.

"Wir werden uns bis zum Ende der WM nicht zu politischen Themen äußern", sagte er. Erst nach der WM werde er Position beziehen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Krupp: "Reindl wäre ein Glücksfall"

Reindl war im Vorjahr nach 19 Jahren als Sportdirektor entmachtet worden.

Seit 2013 ist Bundestrainer Pat Cortina auch in diesem Amt tätig.

Zuspruch erhielt Reindl auch von zwei Ex-Bundestrainern. "Das wäre ein Sechser im Lotto für das deutsche Eishockey", sagte Hans Zach, von 1998 bis 2004 Chefcoach: "Er ist der ideale Mann dafür." Die gleiche Meinung hat Krupp. "Es gibt keine qualifiziertere Person für diese verantwortungsvolle Position", sagte der Coach der Kölner Haie der "Sport Bild" und fügte hinzu: "Franz Reindl wäre als Präsident ein Glücksfall."

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