ZUM DURCHKLICKEN: Das DEB-Team erkämpft bei der WM nach Penalties den Auftaktsieg gegen Kasachstan © getty

Das Cortina-Team holt im ersten WM-Spiel einen Rückstand auf, muss aber ins Penalty-Schießen. Oppenheimer behält die Nerven.

Minsk - Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist zum Auftakt der WM in Minsk nur knapp an einer peinlichen Pleite vorbeigeschrammt.

Gegen Aufsteiger Kasachstan siegte das Team von Bundestrainer Pat Cortina mit viel Mühe 2:1 (1:1, 0:0, 0:0, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen und verhinderte damit einen Fehlstart.

Plachta erzielt Ausgleich

Der Mannheimer Matthias Plachta (19.) und der Hamburger Tomas Oppenheimer per Penalty erzielten die Tore für die junge Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die mit fünf WM-Neulingen spielte ( 885712 DIASHOW: Der deutsche WM-Kader ).

Andrej Gawrilin hatte die Kasachen, die in den letzten zehn Jahren nur zwei Spiele bei einer A-WM gewannen, in Führung gebracht (11.).

"Wir waren 45, 50 Minuten die klar bessere Mannschaft. Wir haben das Spiel kontrolliert", sagte Cortina, der trotz des mühsamen Starts zufrieden war: "Wichtig ist, dass wir mit der Leistung auf dem richtigen Weg sind. Es war ein Schritt in die richtigte Richtung."

Schritt zum Nicht-Abstieg

Mit den ersten zwei Punkten machte das deutsche Team trotz einer über weite Strecken schwachen Leistung einen ersten Schritt zum Verbleib in der A-Gruppe (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die DEB-Auswahl, in der alle NHL-Profis und zahleiche Leistungsträger der vergangenen Jahre fehlen, muss sich allerdings deutlich steigern, wenn sie im zweiten Vorrundenspiel der Gruppe B am Sonntag (ab 12.40 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) gegen den Olympia-Achten Lettland bestehen will.

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Nervöser Beginn

"Starke Abwehr, Disziplin, Zusammenhalt - wir müssen Deutschland sein", hatte Cortina vor dem WM-Start gefordert.

Sein junges Team begann allerdings extrem nervös. Unpräzise Pässe erschwerten schon das Aufbauspiel, im gegnerischen Drittel verfehlten viele Zuspiele ihr Ziel, wirklich gefährlich wurde es vor dem kasachischen Tor nur selten.

Unplatzierte Schüsse

Auch in Überzahl spielte die DEB-Auswahl zunächst kaum Chancen heraus. Die beste Möglichkeit hatte Daniel Pietta, der frei vor dem Tor das Ziel verfehlte (7.).

Ansonsten hatte Torwart Vitali Jeremejew wenig Probleme mit den unplatzierten Schüssen des Cortina-Teams.

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Gegentor mit erster Chance

Die deutsche Defensive wackelte, wenn die Kasachen schnell konterten. Beim Führungstor des Aufsteigers fälschte Gawrilin einen Schuss von Kevin Dallman ab - es war die erste Torchance für den Außenseiter (SERVICE: Die Statistiken der Eishockey-WM).

Das DEB-Team um Kapitän Frank Hördler brauchte lange, um sich von diesem Schock zu erholen. Der Ausgleich durch die jungen Wilden im vierten Sturm fiel eher glücklich:

Nach Plachtas Schuss auf Zuspiel des Supertalents Leon Draisaitl rutschte die Scheibe Jeremejew durch die Schoner. Es war der 16. deutsche Torschuss.

Immer wieder Jeremejew

Mehr Sicherheit brachte das Tor nicht - im Gegenteil: Im zweiten Abschnitt verlor die DEB-Auswahl zunächst völlig ihre Linie. Goalie Rob Zepp hatte Glück, dass Konstantin Puschkarjow den Pfosten traf (28.).

Es dauerte bis zur 31. Minute, ehe die Deutschen überhaupt wieder gefährlich vors Tor kamen. Pietta und Yannic Seidenberg scheiterten innerhalb weniger Sekunden an Jeremejew.

Auch Thomas Oppenheimer konnte den kasachischen Torwart nicht überwinden (32.).

Barta und Oppenheimer treffen

Vor allem die vermeintliche Paradereihe mit Alexander Barta, Frank Mauer und Russland-Legionär Felix Schütz enttäuschte.

Der 18-jährige Draisaitl, der im Juni im NHL-Draft ganz vorne erwartet wird, war über weite Strecken der auffälligste Spieler.

In der Verlängerung war die DEB-Auswahl die druckvollere Mannschaft, scheiterte aber immer wieder an Jeremejew. Erst im Penaltyschießen überwanden ihn Barta und Oppenheimer.

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