Pat Cortina ist aktueller Trainer der U20
Pat Cortina ist seit 2012 der Trainer der DEB-Auswahl © imago

Mit fünf Debütanten unterliegt das Cortina-Team Lettland. Der Goalie hat viel zu tun. Der erste Treffer ist ein Weckruf.

Herne - Beim ersten Casting für die Heim-WM 2017 und Olympia 2018 haben die deutschen Eishockey-Talente gute Ansätze gezeigt.

Mit fünf Debütanten unterlag das junge Team von Bundestrainer Pat Cortina im vorletzten Länderspiel des Jahres gegen Lettland unglücklich mit 3:4 (1:2, 0:0, 2:1, 0:1) nach Penaltyschießen.

"Die Mannschaft hat im ersten Drittel zu viel nachgedacht, sie war zu nervös. Im zweiten und dritten Durchgang haben wir so gespielt, wie wir das wollten", sagte Cortina: "Es war wichtig zu sehen, was unsere Perspektivspieler können. Ich bin damit zufrieden.

Redlihs sorgt für Entscheidung

Gegen die Balten, die für die Olympischen Spiele in Sotschi testen, erzielten vor 3250 Zuschauern der Hamburger Thomas Oppenheimer (20.), der Mannheimer Frank Mauer (42.) und der Wolfsburger Neuling Armin Wurm (54.) die Tore für die Perspektivauswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB).

Armands Berzins (9.), Miks Indrasis (12.) und Andris Dzerins (60.) trafen für die Letten. Den entscheidenden Penalty verwandelte Mkelis Redlihs.

In Sotschi nicht dabei

Cortina hatte mit dem DEB-Team das Olympia-Turnier in Russland verpasst und sichtet schon Talente für die übernächsten Winterspiele.

Die deutsche Mannschaft trifft zum Jahresabschluss am Mittwoch (19.30 Uhr) erneut auf den WM-Elften, der vorwiegend mit Profis aus der russischen KHL antritt.

Cortina verzichtete auf die meisten Stammspieler und bot nur vier Akteure über 25 Jahren auf.

Pielmeier im Blickpunkt

Einer der Neulinge stand von Beginn an im Blickpunkt. Torhüter Timo Pielmeier bekam gleich viel zu tun. Beim ersten Gegentreffer machte der 24-Jährige vom ERC Ingolstadt nicht die beste Figur.

Beim 0:2 war er machtlos. Verteidiger Christopher Fischer, der nach langer Verletzungspause sein Comeback gab, verlor den Puck im Powerplay an der blauen Linie.

Erstmals im DEB-Trikot spielten auch der Kölner Björn Krupp, Sohn des ehemaligen Bundestrainers und ersten deutschen Stanley-Cup-Siegers Uwe Krupp, der Wolfsburger Wurm, der Nürnberger Marco Weber und Krupps Klubkollege Philipp Riefers.

Treffer wie ein Weckruf

Zehn Sekunden vor der ersten Drittelpause nutzte Oppenheimer die erste zwingende Torchance zum 1:2. Der Treffer wirkte wie ein Weckruf für das deutsche Team, das sich im zweiten Durchgang deutlich steigerte.

Zunächst überstand es dank des starken Pielmeier 1:52 Minuten in 3:5-Unterzahl, dann verpassten Alexander Oblinger (27.) und Daryl Boyle (31.) nur knapp den Ausgleich.

Nach dem 2:2 durch Mauer hatten im Schlussdrittel beide Teams Chancen auf den Siegtreffer. Erst ging das DEB-Team durch Debütant Wurm erstmals in Führung, ehe 45 Sekunden vor der Schlusssirene doch noch der Ausgleich fiel.

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