Trotz der verpassten Qualifikation für die Olympischen Spiele in Sotschi sollte der Verband an Bundestrainer Cortina festhalten.

Nicht einmal zwei Jahre ist es her.

Die deutsche Mannschaft schloss die WM in Bratislava mit einem siebten Platz ab, hatte sich in der Weltrangliste soweit vorgearbeitet, um sich direkt für die Olympischen Spiele in Sotschi zu qualifizieren.

Das Ticket hatte sie eigentlich schon in der Hand.

Doch nach dem Ende der WM und dem damit verbundenen Ende der Ära Uwe Krupp beim DEB, das abzusehen war, verpasste es der Verband, rechtzeitig einen Nachfolger zu installieren.

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Stattdessen folgten monatelange Spekulationen, bis mit Jakob Kölliker ein Bundestrainer präsentiert wurde, allerdings nur für ein Jahr.

Der Weitblick fehlte, und mit der erschreckenden WM 2012 in Stockholm wurde noch die sichergeglaubte Olympia-Teilnahme verspielt. Köllikers Vertrag wurde nicht verlängert und die ganze Chose begann von neuem.

Die chaotische Trainersuche ging an den Spielern nicht spurlos vorüber, das gaben sie zuletzt beim Deutschland Cup zu.

Immerhin legte sich der Verband zuletzt für drei Jahre auf Pat Cortina als Bundestrainer und Sportdirektor ab April fest.

Wichtig wäre, auch nach der verpassten Qualifikation an Cortina festzuhalten, damit der Italo-Kanadier beim DEB etwas aufbauen kann.

Junge Spieler wie Laurin Braun von den Eisbären Berlin, Dominik Bittner von den Adler Mannheim oder den in den nordamerikanischen Jugendligen spielenden Nachwuchskräften Konrad Abeltshauser, Tom Kühnhackl und Tobias Rieder könnte er langfristig in die Nationalmannschaft und im Hinblick auf die Spiele 2018 integrieren.

Zwar ist Cortina an den Erwartungen vorerst gescheitert, dass unter ihm etwas entstehen kann, bewies er beim Deutschland Cup mit drei Siegen gegen die Slowakei, Schweiz und Team Kanada.

Dass der gute Eindruck vom Deutschland Cup nicht wiederholt werden konnte, muss sich auch Cortina ankreiden lassen. Denn in seinem Team fehlte eine Führungsfigur, die die Mannschaft mitriss.

John Tripp war eine solche in den vergangenen Jahren. Aber Cortina ließ den Stürmer der Kölner Haie zu Hause, weil er nicht in sein System für das Qualifikationsturnier passte.

Es wäre nur wichtig, Kontinuität in das deutsche Eishockey zu bekommen, damit man in zwei Jahren nicht ganz unten beginnen muss.

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