Die Cortina-Truppe wird ihrer Favoritenstellung gerecht und bezwingt die Niederlande. Das erhoffte Schützenfest bleibt aus.

[kaltura id="0_tp79vjj0" class="full_size" title=""]

Von der Olympia-Qualifikationberichtet Rainer Nachtwey

Bietigheim - Die deutsche Nationalmannschaft ist mit dem erwarteten Pflichtsieg in die Olympia-Qualifikation gestartet.

Beim Vier-Nationen-Turnier in Bietigheim setzte sich die favorisierte Auswahl von Bundestrainer Pat Cortina gegen den Weltranglisten-24. Niederlande durch, verpasste beim 5:1 (2:0, 1:1, 2:0) aber Selbstvertrauen für die weit schwereren Partien gegen Italien und Österreich zu tanken.

"Ich bin über den Sieg glücklich, das war wichtig für uns. Aber unsere Leistung war nicht so gut", betonte Cortina bei SPORT1.

Reimer verletzt sich

Zudem musste die DEB-Auswahl nach der krankheitsbedingten Abreise von Verteidiger Sinan Akdag einen weiteren Rückschlag hinnehmen.

Patrick Reimer verletzte sich früh im Spiel an der Hand und kehrte nicht mehr aufs Eis zurück.

Ob er das Turnier weiterspielen kann, wird erst nach weiteren Untersuchungen am Freitag entschieden.

Punktgleich mit Österreich

Die Treffer für die deutsche Mannschaft erzielten Alexander Barta (9.), David Wolf (12.), erneut Barta (39.), Kapitän Michael Wolf (48.) und Moritz Müller (59.).

Für die Niederländer erzielte Marcel Kars den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer (30.).

Damit führt das DEB-Team die Tabelle der Gruppe D nach dem ersten Spieltag mit drei Zählern punktgleich mit Österreich an, das zuvor Italien mit 3:2 (2:0, 0:1, 1:1) besiegt hatte.

Am Freitag setzt Deutschland das Turnier mit der Partie gegen Italien (ab 19.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) fort.

Starker Auftakt

Die deutsche Mannschaft demonstrierte zu Beginn ihre körperliche und läuferische Überlegenheit und kam früh zu Chancen im Minutentakt.

David Wolf (2.), Barta (3.), Constantin Braun (3.) und Kapitän Michael Wolf (6.) scheiterten am niederländischen Keeper Ian Meierdres.

[image id="475f8b0a-63e3-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Führung durch Barta

Und so dauerte es bis zur neunten Minute, ehe Schweden-Legionär Barta die verdiente Führung erzielte. Der Ex-Hamburger nutzte eine starke Vorarbeit seines ehemaligen Freezers-Mitspielers Jerome Flaake.

Flaake war drei Minuten später auch am zweiten Treffer durch David Wolf beteiligt, der einen Pass von hinter dem Tor abschloss.

Allerdings leistete sich die Cortina-Truppe einige Nachlässigkeiten in der Defensive und ließ die Niederländer zu Chancen kommen.

Zudem verlor die DEB-Auswahl durch unnötige Zeitstrafen im Mitteldrittel ihren Spielfluss. Der direkte Zug zum Tor, den Cortina im Training vor der Partie noch gefordert hatte, ging verloren.

Kars erzielt Anschlusstreffer

Eine Überzahl nutzte Kars zum Anschlusstreffer, als er einen Abpraller an Rob Zepp, der den Vorzug vor Dennis Endras erhielt, vorbei ins Tor schob (30.).

Erst nach dem 1:2 kehrte die deutsche Mannschaft zu ihrem direkten und schnörkellosen Spiel zurück und erspielte sich Möglichkeiten.

Benedikt Kohl (33.), Marcus Kink (35.) und Philip Gogulla (39.) scheiterten noch, ehe Barta mit seinem zweiten Treffer kurz vor der zweiten Drittelpause den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herstellte.

Wolf trifft zur Entscheidung

Mit Beginn des Schlussabschnitts ließ die deutsche Mannschaft keine Zweifel aufkommen, wer als Sieger vom Eis gehen würde und drängte auf die Entscheidung, scheiterte aber entweder am Keeper (Michael Wolf), oder an der Latte (Flaake).

Erst im Powerplay nutzte Kapitän Michael Wolf (48.) eine der zahlreichen Möglichkeiten zur Entscheidung. "Es war einfach ein super Pass von Philip (Gogulla, Anm. d. Red.) und ich habe ein bisschen den Schläger hinhalten müssen und dann war er drin", erklärte Wolf bei SPORT1.

Den Schlusspunkt setzte Moritz Müller mit einem Knaller von der blauen Linie in Überzahl (59.).

Das Spiel im Stenogramm:

Deutschland - Niederlande 5:1 (2:0, 1:1, 2:0)

Tore: 1:0 Barta (8:30), 2:0 David Wolf (11:54), 2:1 Kars (29:01), 3:1 Barta (38:48), 4:1 Michael Wolf (47:21), 5:1 Moritz Müller (58:57)Schiedsrichter: Rawodin (Russland), Sindler (Tschechien)Zuschauer: 3780

Weiterlesen