Philip Gogulla und Garrett Festerling (r.): Drei Siege sollen im Schwabenland her © imago

Das DEB-Team geht mit klarer Zielsetzung ins Quali-Auftaktspiel gegen die Niederlande. Coach Cortina spürt den Druck.

Von der Olympia-Qualifikationberichtet Rainer Nachtwey

Bietigheim - Das Ziel ist klar formuliert: "One Team, one Dream" steht bei Dennis Endras hinten auf der Torhüter-Maske.

Und nach diesem Motto - ein Team, ein Traum - geht die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft in die Olympia-Qualifikation in Bietigheim (ab 19.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1). Die Spiele in Sotschi sind der große Traum der Truppe von Bundestrainer Pat Cortina.

"Wir werden auf jeden Fall alles dafür tun, damit wir in Sotschi auch wieder am Start sind", sagte Kapitän Michael Wolf im SPORT1-Interview.

Mit viel Zug zum Tor

Und so präsentierte sich die DEB-Auswahl im Abschlusstraining vor dem Auftakt gegen den krassen Außenseiter Niederlande. Sehr konzentriert, aber auch locker und mit Freude.

Bundestrainer Cortina wirkte dabei bestimmt und korrigierte wenn nötig umgehend.

Dabei ließ der Italo-Kanadier vor allem Zug zum gegnerischen Tor trainieren. "Der Puck muss hart zum Tor, der Spieler geht hart aufs Tor. Das ist ganz, ganz wichtig für uns", ermahnte Cortina.

Druck ist Teil der Trainerarbeit

Der Nachfolger von Köbi Kölliker weiß, dass in Bietigheim die erste echte Bewährungsprobe auf ihn wartet. "Der Druck ist da, aber es ist Teil der Trainerarbeit, damit musst du klarkommen", sagte Cortina.

Mit dem Erfolg beim Deutschland Cup im November war der 48-Jährige erfolgreich in seine vorerst auf drei Jahre festgelegte Tätigkeit beim DEB gestartet. Nun gilt es den nächsten Schritt und den in diesem Jahr zugleich auch wichtigsten Schritt folgen zu lassen.

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SPORT1 hat die Fakten zum Auftaktspiel zusammengestellt:

Personal:

Gegen die Niederländer, die 45 Minuten vor der deutschen Mannschaft trainierten, verzichtet Cortina auf die beiden Verteidiger Bernhard Ebner und Sinan Akdag.

Auf der Meldeliste des DEB stehen drei Keeper, sechs Verteidiger und 13 Stürmer. Cortina wird vorerst sich die Möglichkeit offenlassen, einen Stürmer von der sogenannten "Longlist" nachmelden zu können, sollte sich einer der 13 verletzten.

Bereits abgereist ist Sinan Akdag von den Krefeld Pinguinen. Der Verteidiger, der letztes Jahr in Schweden seine erste WM bestritten hatte, war noch nicht bei der IIHF gemeldet worden, dadurch bleibt der eine verfügbare Platz frei.

Im Tor deutet wie bereits beim Deutschland Cup alles auf die Kombination Dennis Endras und Rob Zepp hin, die während des Trainings weit mehr Einsatzzeit erhielten als Dimitrij Kotschnew.

Statistik:

Gegen die Niederländer stehen aus elf Spielen zehn Siege zu Buche. Nur einmal trennte sich die DEB-Auswahl unentschieden vom Nachbarn. Dies liegt jedoch fast 22 Jahre zurück.

Den letzten Vergleich gewann die deutsche Mannschaft bei der B-WM 2000 in Kattowitz mit 5:1.

Das sagen die Akteure:

Michael Wolf: "Von den Holländern weiß man sicherlich nicht sehr viel. Aber wir wissen, dass sie sich im Qualifikationsturnier gegen stärkere Gegner durchgesetzt haben. Wir werden sie auf keinen Fall unterstützen. Wichtig ist, dass wir unser Spiel abrufen."

Dennis Endras: "Holland kenn ich überhaupt nicht, gegen die habe ich noch nie gespielt."

Franz Reindl: "Die Niederländer haben die Ungarn ausgeschaltet. Das zeigt, dass die Mannschaft nicht schlecht sein kann."

Die voraussichtlichen Reihen:

Rankel - Hospelt - Ma. MüllerGogulla - Barta - Wolf (C)Flaake - Festerling - Wolf, PiettaKink - Schütz - ReimerBraun - BaxmannGoc - Mo. MüllerPetermann - KohlEndras (Zepp)

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