SPORT1-Kolumnist Rick Goldmann lobt die Respektsperson Cortina und die neue Struktur im DEB-Team. Er fordert die Olympia-Quali.

Hallo Eishockey-Freunde,

nach der enttäuschenden WM im Mai und dem Hickhack um die Bundestrainer-Entscheidung, ist es schön, endlich mal wieder etwas Positives über die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft schreiben zu können.

Der Gewinn des Deutschland Cups ist für Pat Cortina ein richtig guter Einstand. Er hat gezeigt, dass er die Respektsperson ist, die der deutschen Mannschaft eine Struktur verpassen kann, und vor allem eine Struktur, die zu der Mannschaft passt.

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Von der ersten Minute des ersten Spiels war der DEB-Auswahl der Wille anzumerken und das hat sich durch das ganze Turnier durchgezogen. Das ist die Grundlage für das deutsche Eishockeyspiel.

Die Struktur im Spiel und die taktischen Umsetzungen hat die deutsche Mannschaft bereits zu Beginn gut umgesetzt, und hat sich dann noch weiter gesteigert.

Die Mannschaft war deshalb so erfolgreich, weil sie sich auf die Tugenden besonnen hat. Das hat Cortina ihr eingebläut. Typisch für Cortina ist auch, dass er jetzt nach dem Turniersieg sofort sagt: "Wir sind noch nicht in Sotschi".

Er ist ein fordernder Trainer, der immer nach vorne blickt. Das ist auch gut so, denn so schön das Erfolgserlebnis beim Deutschland Cup war, der richtige Gratmesser kommt im Februar mit der Olympia-Qualifikation.

Denn die deutsche Mannschaft muss sich für die Olympischen Spiele qualifizieren. Es ist einerseits unglaublich wichtig für die Wahrnehmung des deutschen Eishockeys, andererseits wegen der Fördergelder, die dem Verband als olympische Sportart überlassen werden.

Sich für Sotschi zu qualifizieren ist nicht Kür, das ist Pflicht. Das mag sich jetzt abgedroschen anhören, aber es ist so und nicht anders.

Aber dafür sehe ich die Mannschaft auf dem richtigen Weg.

Euer

Rick Goldmann

Erich Goldmann, 36, stand 126 Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Eis. Der Verteidiger, der beim NHL-Draft 1996 an 212. Position von den Ottawa Senators gezogen wurde, bestritt ein Spiel in der NHL. Nach einer schweren Sprunggelenksverletzung beendete er 2008 beim EHC München seine Laufbahn. In seiner Karriere bestritt er für den EV Landshut, Adler Mannheim, Kaufbeurer Adler, Moskitos Essen, ERC Ingolstadt und Iserlohn Roosters 500 DEL-Spiele. Für SPORT1 kommentiert Goldmann seit 2008 die Spiele der Nationalmannschaft.

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