Hart umkämpftes Duell: Deutschlands Michael Wolf (r.) und Ivan Baranka © getty

Mit einem Sieg über die Slowakei holt die DEB-Auswahl unter dem neuen Bundestrainer den Turniersieg beim Deutschland Cup.

Vom Deutschland Cup berichtetRainer Nachtwey

München - Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel unter der Leitung des neuen Bundestrainers Pat Cortina hat sich die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft zum fünften Mal den Turniersieg beim Deutschland Cup gesichert.

Gegen die Slowakei setzte sich die Cortina-Auswahl in einem lange Zeit offenen Spiel mit 2:0 (0:0, 0:0, 2:0) durch und feierte damit den zweiten Shutout im dritten Turnierspiel.

Mit dem dritten Triumph innerhalb von vier Jahren gelang dem DEB-Team die Wiedergutmachung für das WM-Debakel im Mai und kürte sich zudem zum Turnierrekordsieger (BERICHT: Locker, diszipliniert, happy: Erster Glanz unter Cortina).

"Wir haben sehr gut gespielt, diszipliniert und strukturiert. Wir sind geduldig geblieben und belohnt worden", sagte Cortina. "Ich bin stolz und freue mich für die Jungs."

Doppelschlag binnen 57 Sekunden

Alex Barta (50.) und Garret Festerling (51.) mit einem Doppelschlag binnen 57 Sekunden entschieden die Partie zu Gunsten der Gastgeber.

Durch den 6:1-Erfolg der Schweizer gegen Team Kanada hätte der DEB-Auswahl aufgrund eines möglichen Dreier-Vergleichs sogar eine Niederlage mit einem Tor Unterschied zum Titelgewinn gereicht.

Im deutschen Tor kam der dritte deutsche Keeper Dimitrij Kotschnew zum Einsatz. Der Hamburger ersetzte Dennis Endras, Rob Zepp nahm auf der Bank Platz. "Wenn die Jungs vor einem so gut abräumen, dann ist es für uns Torhüter sehr leicht", erklärte Kotschnew gegenüber SPORT1.

Ohne Hospelt, Pietta und Maurer

Barta, Martin Buchwieser und Felix Schütz kehrten in den Kader zurück. Dafür blieben die angeschlagenen Kai Hospelt und Daniel Pietta sowie Frank Mauer draußen.

Hospelt hatte sich gegen die Schweiz am Sprunggelenk verletzt, Pietta einen Schlagschuss gegen das Knie bekommen.

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Durch die Verletzungen der beiden Mittelstürmer ergaben sich neue Reihenkonstellationen, die Wechsel machten sich jedoch nicht bemerkbar, die deutsche Mannschaft knüpfte an die engagierte Leistung aus dem Schweiz-Spiel an.

Garret Festerling (4.), Philip Gogulla (5.) und Michael Wolf im Penalty Killing (7.) boten sich frühzeitig Chancen zur Führung, scheiterten aber am slowakischen Keeper Jaroslav Janus.

Auf der anderen Seite zeigte auch Kotschnew, dass er sich nicht hinter Endras und Zepp verstecken muss. Vor allem in der fünfminütigen Unterzahl, als David Wolf die Spieldauerstrafe für Martin Buchwieser wegen hohen Stocks absaß, war ein sicherer Rückhalt.

Zu geringe Effektivität im Abschluss

Nach der Strafzeit übernahm die Cortina-Truppe die Initiative, ließ aber im Abschluss die Effektivität vermissen. Mit zunehmender Spieldauer schlichen sich bei beiden Mannschaften mehr und mehr individuelle Fehler ein.

[kaltura id="0_fsow3bn1" class="full_size" title="DEB-Team siegt erneut - Titel zum Greifen nah"]

Dennoch wussten beide Teams die Chancen nicht zu nutzen. Gogulla (17.), Festerling (25.), zweimal Wolf (28., 35.) sowie Marcel Müller (36.) vergaben die Möglichkeiten zum 1:0.

Aber auch die Slowaken zeigten Abschlussschwächen. Marek Hovorka (25.) und Libor Hudacek (32.) scheiterten gleich zweimal an Kotschnew. So ging es ohne Torerfolge in den Schlussabschnitt.

"Oh wie ist das schön"-Sprechchöre

Und auch hier mussten die Zuschauer bis zur 50. Minute warten. Dann sorgte die deutsche Mannschaft mit einem Doppelpack binnen 57 Sekunden für die Vorentscheidung. Erst traf Schweden-Legionär Barta (50.), anschließend erhöhte Festerling mit seinem dritten Länderspieltor (51.) auf 2:0.

Während der Schlussminuten feierten die Zuschauer die Mannschaft sogar mit "Oh wie ist das schön"-Sprechchören.

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