Das DEB-Team besiegt beim Deutschland Cup den Favoriten aus Kanada © imago

Das DEB-Team besiegt beim Deutschland Cup den Favoriten aus Kanada, Marcus Kink erzielt dabei das wichtige Führungstor.

Vom Deutschland Cup berichtetRainer Nachtwey

München - Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist erfolgreich in die Cortina-Ära gestartet.

Beim ersten Spiel der DEB-Auswahl unter dem neuen Bundestrainer Pat Cortina bezwang sie Olympiasieger Kanada mit 3:2 (0:0, 1:0, 2:2).

Die Treffer für Deutschland gegen die mit 16 DEL-Spielern angetretenen Kanadier erzielten Marcus Kink (32.), Frank Hördler (42.) und Niki Goc (55.). Für die Gäste trafen der Berliner Mark Katic (43.) und KHL-Legionär Nigel Dawes (59.).

Am Samstag (ab 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) trifft die DEB-Auswahl auf die ebenfalls siegreichen Schweizer, die das vorangegangene Siel gegen Titelverteidiger Slowakei 3:2 gewonnen hatten (News).

Kanada beginnt stark

Bei seiner Premiere setzte Cortina wieder auf Michael Wolf als Kapitän, im Tor erhielt Rob Zepp den Vorzug vor Dennis Endras.

Das Hamburger Quartett bestehend aus Keeper Dimitrij Kotschnew und den Stürmern Jerome Flaake, Garret Festerling und David Wolf musste auf der Tribüne Platz nehmen.

Die Kanadier begannen engagiert und drängten die DEB-Auswahl in die Defensive, die erste Chance bot sich jedoch der deutschen Mannschaft. In der 4. Minute legte Christoph Ullmann auf Philip Gogulla quer, dessen Schuss verfehlte das Ziel aber knapp.

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Das Cortina-Team kam anschließend besser ins Spiel, vergab aber in Person von Kai Hospelt (7.) und Ullmann (12.) gute Einschusschancen (DATENCENTER: Deutschland Cup).

Zeitstrafe für Kink

Die Kanadier kamen hauptsächlich nach Fehlern in der deutschen Defensive zu Möglichkeiten (9., 14., 20.), scheiterten aber am gut aufgelegten Zepp.

Nach der ersten Pause begann die DEB-Auswahl, druckvoll, entfachte viel Zug zum Tor und kam zu guten Chancen. Moritz Müllers Schuss von der blauen Linie (25.) parierte Iserlohns Keeper Sebastien Caron, Martin Buchwieser (27.) fälschte einen Schuss von Alexander Barta über das Tor ab.

In die Drangphase hinein, ging KHL-Legionär Nigel Dawes nach feinem Zuspiel allein auf Zepp zu, wurde aber unfair von Kink von den Beinen geholt (30.).

Die Unterzahl überstand die Cortina-Auswahl ohne große Chancen zuzulassen.

Zepp hält grandios

Kurz nach Ablauf von Kinks Zeitstrafe war es ausgerechnet der Übeltäter, der das erste Tor in der Cortina-Ära erzielte. Einen Schuss von Benedikt Kohl fälschte der Mannheimer Kapitän ins Tor ab.

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Zwar kam das DEB-Team weiterhin durch Hospelt (35.) und Felix Schütz (37.) zu Chancen, die Kanadier bestimmten jedoch das Geschehen.

Die deutsche Mannschaft konnte sich bei Keeper Zepp bedanken, der die 1:0-Führung in die Drittelpause rettete. Erst parierte er aus kurzer Distanz einen Rückhandschuss Karl Stewarts (36.), anschließend ließ Zepp seinen Berliner Klubkameraden Mark Katic (39.) verzweifeln.

Nur 63 Sekunden nach Wiederbeginn erhöhte Frank Hördler nach feiner Vorarbeit von Wolf auf 2:0 (SERVICE: Spielplan Deutschland Cup).

Überzahl bleibt torlos

Allerdings konnte sich die DEB-Auswahl nur kurz über die Zwei-Tore-Führung freuen. Nach einem Gestochere vor dem deutschen Tor überwand Katic im Nachschuss DEB-Keeper Zepp zum 1:2-Anschluss.

Und die Kanadier blieben am Drücker. Der deutschen Mannschaft gelang es nur noch selten, sich aus dem eigenen Drittel zu befreien.

Selbst in der vom neuen Co-Trainer Clement Jodoin eingeübten Überzahl kam sie kaum zu Chancen. Nach einem Schuss von Felix Petermann scheiterte erst Buchwieser, anschließend Schütz aus kurzer Distanz (48.).

Zwei kurz aufeinanderfolgende Zeitstrafen verhalfen der DEB-Auswahl zwar zu optischer Überlegenheit, entfachte aber mit einem Mann mehr auf dem Eis wenig Druck auf Carons Kasten.

Auch Kanada nutzt Chancen nicht

Erst nach Ablauf der Überzahl überwand der Mannheimer Goc Kanadas Keeper mit einem Knaller von der blauen Linie (55.).

Die Kanadier nahmen früh den Keeper für einen sechsten Feldspieler vom Eis und kamen nach einer Strafe gegen Buchwieser zu einer 6-auf-4-Überzahl. Mehr als Dawes Anschluss zum 2:3 (59.) ließ die Cortina-Truppe aber nicht mehr zu.

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