Fischer hat bei der WM zwei Spiele absolviert und bereits ein Tor geschossen © imago

Bei SPORT1 analysiert Christopher Fischer die Fehler der Lettland-Niederlage und wirft einen Blick auf den kommenden Gegner.

Aus Stockholm berichtet Rainer Nachtwey

Stockholm - 24 Minuten lang schien die deutsche Mannschaft kein Bein auf das Eis zu bekommen.

Der 0:2-Rückstand gegen Lettland im zweiten Vorrundenspiel der Eishockey-WM in Stockholm und Helsinki war die logische Konsequenz.

"Wir müssen von Anfang an bereit sein, sonst sieht man, was dabei herauskommt", sagte Christopher Fischer nach der 2:3-Niederlage (Spielbericht) gegen die Letten bei SPORT1.

Im Interview spricht der Wolfsburger Verteidiger über die Gründe der Niederlage, was die Mannschaft besser machen muss und blickt auf den kommenden Gegner Russland (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, im LIVE-TICKER und im LIVESTREAM auf SPORT1.de).

SPORT1: Herr Fischer, die Mannschaft lief den Letten im ersten Drittel phasenweise nur hinterher. Woran lag das?

Christopher Fischer: Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Vielleicht lag es daran, dass die Letten gut drauf waren. Die haben tags zuvor noch gespielt und waren im Fluss. Aber wir haben auch nur einen Tag davor gespielt, das sollte keine Ausrede sein. Wir müssen von Anfang an bereit sein, sonst sieht man, was dabei herauskommt.

SPORT1: Hatte die Mannschaft Probleme mit dem Eis? Einige Spieler sind immer wieder weggerutscht.

Fischer: Nein, nein. Die spielen auf dem gleichen Eis wie wir. Das kann es nicht sein. Wir haben einfach nicht das gemacht, was wir machen sollen. Die Letten haben uns gezeigt, wie man spielt: die Scheibe zum Tor und dann für die Nachschüsse arbeiten. So haben die Letten das erste Tor erzielt. Das hat bei uns gefehlt.

SPORT1: Generell der Zug zum Tor, hat der gefehlt?

Fischer: Ja, wir haben außen herum gespielt. Wir müssen aber die Zweikämpfe gewinnen und zum Tor ziehen. Das ist uns nicht oft genug gelungen.

SPORT1: Mit dem zweiten Gegentor schien die Mannschaft aufzuwachen. War das wie ein Weckruf für Sie?

Fischer: Das kann schon ein Weckruf gewesen sein. Das stimmt, wir sind nach dem 0:2 besser ins Spiel gekommen. Wir haben dann einfacher gespielt, nach unseren Prinzipien, so wie wir es machen wollen. Damit waren wir dann auch erfolgreich.

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SPORT1: Was bedeutet die Niederlage für den weiteren Verlauf?

Fischer: Das nächste Spiel ist am Dienstag. Da wollen wir wieder drei Punkte holen.

SPORT1: Welche positiven Aspekte können Sie aus dem Spiel mitnehmen?

Fischer: Naja, Fehler sind nicht immer schlecht. Man lernt daraus. Wir müssen sehen, dass wir 60 Minuten konstant spielen, nicht 40 oder 25. Wir müssen ein komplettes Spiel spielen, sonst ist es auf dem Niveau schwer, zu gewinnen.

SPORT1: Es geht gegen Russland um Jewgeni Malkin. Mit der Leistung dürfte es dann aber sehr schwer werden?

Fischer: Nein, so wird das nichts. Wir werden die Fehler analysieren und versuchen die abzustellen. Russland ist ein harter Brocken, aber keiner ist unschlagbar ( 551566 DIASHOW: Die Stars der WM ).

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SPORT1: Was spricht denn dafür, dass es gegen Russland mit einem Sieg klappt?

Fischer: Wir haben Moral bewiesen, die Einstellung stimmt also. Wir haben aus einem 0:2 ein 2:2 gemacht und hatten kurz vor Ende des zweiten Drittels die Chance, in Führung zu gehen, als der Christoph Ullmann nur die Latte trifft. Ärgerlich war sicher, dass die Letten kurz vor Schluss das Powerplay bekommen und es damit klar machen.

SPORT1: Die Letten haben keine Strafzeit erhalten. Haben die Schiedsrichter zu viel durchgehen lassen? Es waren durchaus fragliche Szenen dabei.

Fischer: Die Schiedsrichter haben die Pfeife weggelassen. Das war ganz gut so. Aber dann waren ein paar kleinliche Sachen gegen uns. Da hätten sie durchaus auch auf der anderen Seite mal pfeifen können. Da waren ein, zwei Situationen. Aber mein Gott... Das hilft jetzt alles nichts mehr.

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