Felix Schütz wechselte 2011 vom ERC Ingolstadt zu den Kölner Haien © getty

Nach dem Auftakt-Sieg über Italien spricht Felix Schütz bei SPORT1 über den nächsten Gegner und wo sich sein Team verbessern muss.

Aus Stockholm berichtet Rainer Nachtwey

Stockholm - Nach dem 3:0-Auftaktsieg (Spielbericht) gegen Italien waren die deutschen Spieler recht unschlüssig. Einerseits waren sie über den erfolgreichen Auftakt mit den drei Punkten glücklich, auf der anderen Seite stellte sie die Art und Weise noch nicht ganz zufrieden.

"Wir haben einen Weg gefunden, das Spiel für uns zu entscheiden", meinte Stürmer Felix Schütz bei SPORT1. "Der erste Schritt ist gemacht."

Im Interview mit SPORT1 spricht Schütz über das Zusammenspiel mit seinen Sturmpartnern Marcel und Thomas Greilinger, die Partie gegen Lettland und zollt den deutschen Fans Respekt.

SPORT1: Herr Schütz, kann man das Spiel gegen Italien mit "Hauptsache gewonnen" bezeichnen?

Felix Schütz: Ja, das trifft es auf den Punkt. Wir haben in dem Rahmen ganz gut gespielt. Wir hatten zuvor lange nicht gegen Italien gespielt, deswegen wussten wir nicht, was auf uns zu kommt. Aber der "Köbi" hatte uns gut eingestellt. Ich glaube, 3:0 ist ein gutes Ergebnis ( 553850 DIASHOW: Deutschland - Italien ).

SPORT1: Haben Sie die Italiener so defensiv erwartet?

Schütz: Der "Köbi" hatte das angesprochen. Sie spielen wie wir Mann gegen Mann. Der Ernst Höfner hatte sie bereits in ihrem letzten Vorbereitungsspiel gegen Dänemark beobachtet. Da waren sie auch so tief gestanden.

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SPORT1: Woran müssen Sie als Mannschaft jetzt noch arbeiten?

Schütz: Da gibt es noch viel. Defensiv sind wir nicht gefordert worden. Ich denke, dass Lettland, Dänemark und die anderen Mannschaften um einiges stärker sein werden. An der Defensivabstimmung müssen wir im nächsten Training arbeiten. Und wir müssen mehr den Puck und die Spieler zum Tor bringen, das hat auch nicht wie gewünscht geklappt.

SPORT1: Wiezufrieden sind Sie mit dem Zusammenspiel, insbesondere Ihrer Reihe mit Marcel Goc und Thomas Greilinger?

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Schütz: Es war das erste Spiel im Turnier, da sind die Reihen noch nicht so abgestimmt. Unsere Reihe mit Greilinger und Goc hat noch nie so zusammengespielt. Vielleicht dauert es noch ein paar Tage, aber hoffentlich nicht zu lange, bis es richtig läuft. Aber wie gesagt, wir haben gewonnen und das war wichtig. Der erste Schritt ist gemacht.

SPORT1: Welche positiven Aspekte nehmen Sie in die Partie gegen Lettland mit?

Schütz: Ganz klar die drei Punkte. Wir haben einen Weg gefunden, das Spiel für uns zu entscheiden. Das war nicht immer so. Wenn ich mich erinnere, hat Deutschland früher solche Spiele gegen Italien und Österreich auch verloren.

SPORT1: Was für ein Spiel erwarten Sie am Sonntagabend gegen Lettland (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, im LIVE-TICKER und im LIVESTREAM auf SPORT1.de)?

Schütz: Die Letten sind eine technisch sehr starke und robuste Mannschaft. Sie spielen ähnlich wie die Weißrussen und die Dänen. Das wird bestimmt ein härteres Spiel für uns. Da müssen wir uns auf alle Fälle deutlich steigern ( 551566 DIASHOW: Die Stars der WM ).

SPORT1: Dann wird im Globen um einiges mehr los sein als gegen Italien bei 1000 Zuschauern.

Schütz: Als Spieler nimmst du es nicht ganz so war, wie voll die Halle ist. Es hört sich natürlich anders an, wenn die Arena mit 15.000 Zuschauern voll besetzt ist. Aber die deutschen Fans, die da waren, haben gute Stimmung gemacht. Und da muss ich auch mal meinen Respekt aussprechen, an die Fans, die sich extra dafür freinehmen und am Freitag 12 Uhr hier sind, um uns anzufeuern.

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