Die deutsche Mannschaft überwindet beim WM-Auftakt nicht nur das Hindernis Italien. Die Voraussetzungen sind einer WM unwürdig.

Die Spieler brachten es auf den Punkt: Nicht schön, aber Hauptsache gewonnen.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat nach dem erfolgreichen, aber glanzlosen Auftakt in die Weltmeisterschaft in Stockholm und Schweden noch Luft nach oben.

Aber der Auftritt macht Hoffnung auf mehr.

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Die DEB-Auswahl hat dem Druck, erstmals als Favorit in den WM-Auftakt zu starten, standgehalten, sie hat sich gegen die defensive Spielweise der Italiener durchgebissen, hat das Geschehen dominiert und den Sieg erzwungen.

Von einem Eishockey-Fest konnte man kaum ausgehen. Dafür waren die Voraussetzungen definitiv nicht gegeben und deshalb muss man für die Spieler auch mal eine Lanze brechen.

Einerseits wegen des Auftretens der Italiener, andererseits aufgrund der Spielzeit von 12.15 Uhr.

Die hinterließ deutliche Spuren. Gerade einmal 1000 Fans verirrten sich in den 13.000 Zuschauer fassenden Globen - einer WM nicht würdig.

Während einige darüber schimpften wie Patrick Reimer ("Da kommt man hochmotiviert zur WM und dann spielt man in einer leeren Halle"), nahm es ein Großteil der Spieler mit Humor.

So sprach Christoph Ullmann mit viel Ironie in seiner Stimme von einem "nicht ganz ausverkauften" Globen, Marcel Goc "freute" sich über das Heimspiel: "Immerhin waren 99 Prozent der Zuschauer aus Deutschland" - bei nur sieben italienischen Fans auch nicht schwer.

Nicht nur die Atmosphäre, auch der Tagesablauf bereitet der Mannschaft Probleme. Endras klagte nach der Partie über einen "Mordshunger".

Dass es trotzdem zu einem souveränen Auftaktsieg gereicht hat, erfordert Anerkennung. Zumal die Spieler die Widrigkeiten keinen Augenblick als Ausrede benutzten.

Dass es für die Mannschaft mit diesem Auftritt gegen Lettland aber nicht zu einem Sieg reicht, weiß sie.

Die Spieler können die Situation gut einschätzen. Und das macht Hoffnung auf mehr.

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