Thomas Greilinger (r.) erzielte in 9 Playoff-Spielen 10 Tore und 7 Assists © getty

Vor dem Abflug gen Stockholm geben sich die Nationalspieler bei SPORT1 gelöst. Die Stimmung im Team könnte nicht besser sein.

Von Rainer Nachtwey und Jonas Beck

München - Es war nur ein kurzes Durschnaufen, ehe es nun losgeht.

Einen freien Tag am Montag hatten die deutschen Nationalspieler, ehe sie am Dienstagmorgen mit dem Flieger abhoben.

Zielort: Stockholm, Austragungsstätte der deutschen Vorrundenspiele bei der 76. Eishockey-WM (LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM auf SPORT1.de).

"Viel freie Zeit war es ja nicht", meint Thomas Greilinger im Gespräch mit SPORT1. "Ein bisschen die Füße hochlegen, Wäsche waschen, gepackt. Was halt so anfällt", beschreibt der Ingolstädter Stürmer die Freizeit. "Aber jetzt sind wir schon froh, dass es los geht."

Hohe Ziele bei Endras

Die Vorfreude auf den Start am Freitag gegen Italien (ab 12 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) ist ihm ebenso wie Dennis Endras anzumerken (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

"Freitag, viertel nach 12 ist mir im Kopf, seit der Spielplan raus ist. Man fiebert dem entgegen", sagt der Keeper von IFK Helsinki bei SPORT1, der nur zu gerne in die finnische Hauptstadt zurückkehren würde. Denn dort wird die Finalrunde mit den beiden Halbfinals, dem Spiel um Platz drei und Endspiel ausgetragen.

"Ich bin einer, der die Ziele immer höher steckt. Vor zwei Jahren waren wir im Halbfinale. Es schmerzt immer noch, wenn man so nahe an einer Medaille war und doch ohne etwas heimfährt", erinnert sich Endras an die 1:2-Niederlage gegen Russland und das verlorene kleine Finale gegen Schweden.

Ziel: Direkte Olympia-Quali

Vorerst hat die Mannschaft das Ziel Viertelfinale und damit verbunden die direkte Qualifikation für Olympia 2014 in Sotschi ausgegeben.

Dafür hat Bundestrainer Jakub Kölliker nach einigen verletzungsbedingten Absagen seine 25 Mann gefunden, die das Vorhaben in die Tat umsetzen sollen ( 551771 DIASHOW: Der WM-Kader für Stockholm ).

Bei der Auswahl legte der Schweizer Wert auf "Ausgeglichenheit und die Charaktere der Spieler". (INTERVIEW: Kölliker exklusiv bei SPORT1)

[kaltura id="0_w9uj302n" class="full_size" title="SPORT1 bei Dennis Endras zu Hause"]

Mauer muss passen

Am Montag musste er dann aber doch noch eine Veränderung vornehmen. Frank Mauer sagte ihm ab. (NEWS: Pietta rückt für Mauer in den WM-Kader)

Der Mannheimer Stürmer leidet noch unter den Folgen einer Gehirnerschütterung, die er sich bei der Generalprobe am Samstag gegen die Slowakei nach einem Check zugezogen hatte.

Dabei hatte Mauer die Partie noch zu Ende gespielt. Nun benötigt er eine Ruhepause von drei bis vier Wochen.

Goc und Pietta reisen nach

Für ihn rückt Daniel Pietta nach, der nun erst mit etwas Verspätung am Dienstagnachmittag zur Mannschaft stößt. (Kölliker nominiert WM-Kader)

Am Abend ist bereits das erste Training angesetzt.

Neben dem Krefelder Nachrücker verpasst auch Marcel Goc die erste Übungseinheit in Stockholm. Der Stürmer der Florida Panthers reist nach dem Aus in den Stanley-Cup-Playoffs erst am Mittwoch in die schwedische Hauptstadt nach.

Zusammenhalt ein großes Plus

Die Atmosphäre im deutschen Team ist dennoch hervorragend. "Das ist ein großes Plus", sagt Nationaltorwart Jochen Reimer bei SPORT1, der die WM verletzungsbedingt absagen musste.

"Die Stimmung könnte nicht besser sein. Man ist zusammen viel unterwegs, im Bus, im Flieger, das schweißt schon zusammen", weiß der Keeper des EHC München.

Auch Endras stimmt ein: "Ich glaube ich habe nie so viel Spaß beim Eishockey wie bei der Nationalmannschaft. Das ist einfach unfassbar. Jeder der dabei ist, ist cool drauf."

"Chaotisch und lustig"

Daher war der Tag in der Familie auch erholsam: "Wenn man mit den Jungs unterwegs ist, ist es doch immer etwas chaotisch und lustig."

Und so gelöst, cool und lustig präsentiert sich auch der Allgäuer vor dem Abflug. "Jetzt für den Flug habe ich Musik dabei, damit ich, wenn ich neben dem falschen Mitspieler sitze, ihm nicht zuhören muss", sagt er laut lachend.

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