Der deutsche Meister Eisbären Berlin hat in der DEL einen weiteren bitteren Rückschlag hinnehmen müssen und ist am Tiefpunkt angekommen.

Der Titelverteidiger kassierte am elften Spieltag gegen Tabellenschlusslicht Straubing Tigers vor 13.900 Zuschauern auf eigenem Eis eine 2:4 (1:2, 1:1, 0:1)-Niederlage und übernahm damit selbst die Rote Laterne - ausgerechnet am Tag der feierlichen Übergabe der Meisterringe für den Triumph in der Vorsaison.

Mit zehn Punkten haben die Eisbären bereits 19 Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Thomas Sabo Ice Tigers, der sich beim 4:1 (2:1, 1: 0, 1:0) gegen Ex-Meister Adler Mannheim keine Blöße gab und die 2: 3-Niederlage von Freitag bei den Grizzly Adams Wolfsburg locker wegsteckte.

Erster Verfolger der Nürnberger (29 Punkte) bleiben die Kölner Haie (23). Der Vorjahresfinalist setzte sich bei Red Bull München 3: 0 (0:0, 2:0, 1:0) durch und fand durch den zweiten Sieg in Folge nach dem überraschenden 2:4 im Derby gegen die Düsseldorfer EG endgültig wieder in die Spur.

Die DEG, die mit fünf Niederlagen in die Saison gestartet war, kommt derweil immer besser in Schwung.

Die Rheinländer gewannen gegen die Iserlohn Roosters klar mit 4:1 (2:0, 2:0, 0:1) und machten mit dem dritten Sieg nacheinander einen Sprung aus dem Tabellenkeller.

Justin Bostrom war mit zwei Toren bester DEG-Schütze. Ein eindrucksvoller Befreiungsschlag im unteren Tabellendrittel gelang auch den Schwenniger Wild Wings beim 8:0 (2: 0, 3:0, 3:0) gegen die Augsburger Panther.

In Berlin erzielte Julian Talbot (6.) zwar die Führung der Gastgeber, doch Tobias Wörle (9.), Blaine Downe (20.) und Rene Röthke (26.) brachten die Eisbären auf die Verliererstraße.

Nach dem Anschlusstreffer durch Alex Trivellato (35.) versetzte Laurent Meunier (60.) den Gastgebern den K.o.

In Nürnberg brachte nach der Führung von Evan Kaufmann (4.) auch Jochen Hechts Ausgleich (12.) die Gastgeber nicht aus dem Konzept.

Fredrik Eriksson (20.), James Pollock (30.) und Steven Rupprich (48. ) erzielten die weiteren Tore für die Ice Tigers.

In München sorgten die Kölner Andreas Falk (23.) und Rok Ticar (28.) im Mitteldrittel für klare Verhältnisse, Marcel Ohmann (51.) erzielte den Endstand.

Red Bull musste ohne Sean O'Connor antreten, der Teil eins einer Sechs-Spiele-Sperre absaß.

Der DEL-Disziplinarausschuss hatte den als Heißsporn bekannten Angreifer wegen einer Prügeleinlage in der Partie am Freitag in Mannheim (0:9) aus dem Verkehr gezogen.

O'Connor (31) hatte eine wilde Schlägerei angezettelt, in der er den Mannheimer Nikolai Goc sogar würgte.

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