Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) darf sich auf den nächsten deutschen NHL-Profi freuen. Ex-Meister Hannover Scorpions verpflichtete Nationaltorhüter Thomas Greiss von den San Jose Sharks.

Der 26-Jährige soll am Dienstag in Hannover landen, wo er für die Zeit des Lockouts Spielpraxis sammeln will.

"Thomas soll in den nächsten Wochen spielfähig gemacht werden und seine Erfahrungen mit ins Training einbringen", sagte Scorpions-Sportdirektor Marco Stichnoth.

Greiss, der insgesamt 38 NHL-Spiele für San Jose bestritt, war in der DEL bereits für die Kölner Haie (2003 bis 2006) aktiv gewesen.

In Hannover erhält der Torhüter die Rückennummer eins.

Der Transfer-Coup bedeute jedoch keine automatische Zurückstufung von Stammgoalie Dimitri Pätzold, betonte Stichnoth: "Dadurch soll keinesfalls Dimis Status als Stammtorhüter angekratzt werden, vielmehr sollen die beiden voneinander profitieren, zumal sie bereits in San Jose und bei der Nationalmannschaft zusammen agiert haben."

Greiss war im Jahr 2004 in der dritten Runde des NHL-Drafts von der Franchise aus San Jose gedraftet worden, zwei Jahre später hatte er den Sprung über den großen Teich gewagt.

Vor Greiss hatten sich bereits Christian Ehrhoff (Krefeld Pinguine), Dennis Seidenberg, Marcel Goc (beide Adler Mannheim) und Alexander Sulzer (ERC Ingolstadt) einem DEL-Klub angeschlossen, um die Zeit des noch immer andauernden Tarifstreits in der NHL zu überbrücken.

In der Regel müssen die Vereine kein Gehalt für die Kufencracks zahlen, sondern lediglich die Versicherungssumme stemmen. Die kann sich angesichts der relativ hohen Gehälter jedoch nicht jeder Verein leisten.

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