Die Krefeld Pinguine aus der DEL stehen vor der Verpflichtung von NHL-Star Christian Ehrhoff.

Am Montag wollten die Verantwortlichen des Klubs darüber beraten, ob ein Transfer des Nationalspielers finanzierbar ist. Der Verteidiger könnte wegen des Lockouts in der nordamerikanischen Profiliga nach Deutschland zurückkehren.

Ehrhoff war 2003 mit den Pinguinen deutscher Meister geworden und danach nach Nordamerika gewechselt.

Der 30-Jährige hat in der NHL für die San Jose Sharks, die Vancouver Canucks und zuletzt für die Buffalo Sabres gespielt. Krefeld wollte am Montagnachmittag bekanntgeben, ob der 77-malige Nationalspieler kommt.

Beim Vizemeister Adler Mannheim denkt man derweil über die Verpflichtungen der NHL-Cracks Dennis Seidenberg (Boston Bruins), Marcel Goc (Florida Panthers) und Jochen Hecht (vereinslos) nach.

"Es wird jetzt Gespräche geben, in denen die Machbarkeit geklärt werden", sagte Adler-Pressesprecher Matthias Fries. Seidenberg und Goc würde im Falle einer Einigung in Mannheim jeweils mit ihren Brüdern Yannic und Nicolai auflaufen.

Alexander Sulzer steht mit der Düsseldorfer EG in Kontakt. "Wenn wir wissen, wie hoch die Versicherungssumme genau ist, dann suche ich nach einem Sponsor, der sie übernimmt. Wenn ich einen finde, kann es schnell gehen", sagte DEG-Manager Walter Köberle.

Gegen ein Gastspiel in der DEL entschieden sich dagegen Marco Sturm und Korbinian Holzer. Der vereinslose Sturm, der mit seinem früheren Klub ERC Ingolstadt in Verbindung gebracht wurde, soll laut Eishockeynews.de aus privaten Gründen abgesagt haben.

Der ehemalige Düsseldorfer Holzer muss für das Farmteam der Toronto Maple Leafs in der AHL auflaufen.

Die großen internationalen Stars werden allein aus Kostengründen nicht in der DEL auflaufen. Das tschechische Eishockey-Idol Jaromir Jagr unterschrieb bereits beim HC Kladno.

Der Russe Jewgeni Malkin, bester Spieler und Torschütze der WM 2012, schloss sich seinem Heimatverein Metallurg Magnitogorsk an. Malkins Teamkollege Sidney Crosby soll ebenfalls bereits mit europäischen Klubs verhandeln.

Der für den 11. Oktober geplante Saisonstart in der NHL war am Sonntag abgesagt worden. Im Ringen um einen neuen Tarifvertrag zwischen der Spielergewerkschaft NHLPA und den Klubbesitzern war zuvor auch die letzte Frist verstrichen, der alte Vertrag lief damit aus. Zum dritten Mal in 18 Jahren wurden die Kufencracks von der Liga "ausgesperrt".

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