John Tripp spielt seit 2010 für die Kölner Haie © getty

Tabellenführer Köln geht gegen Mannheim als Verlierer vom heimischen Eis. Die Verfolger siegen und setzen die Haie unter Druck.

Köln - Die Kölner Haie haben in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zum Weihnachts-Ausklang eine böse Überraschung erlebt.

Der Tabellenführer ging bei der 2:4 (2:3, 0:1, 0:0)-Heimniederlage im Duell mit den Adler Mannheim erstmals nach zuvor drei Siegen in Serie wieder als Verlierer vom Eis und verspielte damit seinen Vorsprung.

Verfolger nutzen Haie-Patzer

Denn die Hamburg Freezers zogen durch ihren 6:1 (3:1, 1:0, 2: 0)-Erfolg gegen den Tabellenvorletzten Iserlohn Roosters mit den Rheinländern gleich. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg verkürzten ihren Rückstand auf die Haie durch ein 3:2 (2:1, 0:0, 0:1, 1:0) im Bayern-Derby bei den Straubing Tigers nach Verlängerung auf drei Punkte.

Ein Debakel erlitt unterdessen Altmeister und Schlusslicht Düsseldorfer EG. Die abgeschlagenen Rheinländer gingen im Straßenbahn-Derby bei den Krefeld Pinguinen mit 1:7 (0:1, 1:4, 0:2) unter.

München vergeht Feierlaune

Jegliche Feierlaune verging zum Ausklang der Weihnachtstage auch Red Bull München bei der 2:5 (2:2, 0:1, 0:2)-Heimpleite gegen die Augsburg Panther.

Die Münchner verloren damit im Rennen um die direkte Playoff-Qualifikation auch den direkten Kontakt zu den Grizzly Adams Wolfsburg, die 5:1 (1:1, 1:0, 3:0) gegen die Schwenninger Wild Wings gewannen. (STENOGRAMME: Der 31. Spieltag)

Eisbären siegen knapp

Die "Bullen" wieder in Reichweite hat auf dem neunten Platz Titelverteidiger Eisbären Berlin, der nach seinem European-Trophy-Auftritt gegen den ERC Ingolstadt 3:2 (1:0, 2:1, 0:1) siegte.

Köln konnte im 100. Duell mit Mannheim zwar nach dem 0:1 von Kai Hospelt (2.) durch Marcel Ohmann (10.) und Pascal Zerressen (15.) in Führung gehen, geriet aber vor 13.167 Besuchern noch in der gleichen Minute durch Marcus Kink und nochmals Hospelt erneut in Rückstand.

Mannheims vierten Erfolg in Serie besiegelte Christoph Ullmann in der 27. Minute.

Freezers mit furiosem Auftakt

Hamburg legte vor 9860 Zuschauern schon im Auftaktdrittel trotz der frühen Roosters-Führung durch Tyson Mulock (1.) den Grundstein zum 17. Saisonsieg.

Noch vor der ersten Sirene sorgten Julian Jakobsen (3.), Thomas Oppenheimer (7.) und Philippe Dupuis (9.) für die Trendwende.

Kevin Schmidt (40.) sowie im Schlussabschnitt David Wolf (41.) und Morten Madsen (51.) ließen Iserlohns 18. Pleite zum Debakel geraten.

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