Bobby Goepfert sepielt seit 2011 für Düsseldorf © getty

Köln gewinnt gegen die DEG und schießt sich aus der Krise. Aber eine schlimme Verletzung überschattet das 201. Rheinderby.

Köln - Überschattet von der schweren Verletzung des Düsseldorfer Keepers Bobby Goepfert haben die Kölner Haie ihre Mini-Krise in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) beendet.

Im 201. rheinischen Derby siegte das Team des ehemaligen Bundestrainers Uwe Krupp bei der Düsseldorfer EG 3:2 (0:1, 2:0, 1: 1) und verteidigte die Tabellenführung erfolgreich.

Die Aufmerksamkeit richtete sich zwischenzeitlich aber ausschließlich auf eine schreckliche Szene auf dem Eis.

In Lebensgefahr

Bei der DEG schwebte Goepfert nach einem Schuss an den Kehlkopf zwischenzeitlich in Lebensgefahr, inzwischen ist sein Zustand stabil.

Für die Haie, die ihren 100. Derbysieg feierten, war es der erste Erfolg nach drei Niederlagen. Torhüter Goepfert hatte nach 29 Minuten den Puck an den Kehlkopf geschossen bekommen und wegen eines Lungenkrampfes starke Atemprobleme.

Stunden nach Spielende gab der Amerikaner Entwarnung. "Es geht mir soweit ganz gut", sagte Goepfert und erinnerte sich mit Schrecken an den Moment, als der Puck ihn traf. "Alles ist sofort zugeschwollen und ich habe keine Luft mehr bekommen. Das war ein Schock."

Ärzte reagieren schnell

Die Ärzte der DEG hatten Goepfert noch auf dem Eis Cortison gespritzt, um eine starke Schwellung des Kehlkopfs und der Luftröhre zu verhindern.

"Im ersten Moment bestand Lebensgefahr. Aber man hat schnell und gut reagiert", sagte Teamarzt Ulf Blecker, bei dem sich Goepfert bedankte: "Zum Glück haben die Ärzte und Sanitäter schnell und gut reagiert."

Der Amerikaner kehrte nach einer Untersuchung in einem Düsseldorfer Krankenhaus bereits wenige Stunden nach dem Spiel zur Halle zurück und wurde dort von Fans erwartet.

Freezers marschieren

Der Höhenflug der Hamburg Freezers hält derweil an. Beim 4:2 (1: 0, 2:1, 1:1) gegen die Augsburger Panther gelang den Hanseaten der neunte Sieg in Folge.

In der Tabelle schoben sich die Freezers auf den zweiten Platz an den Thomas Sabo Ice Tigers vorbei, die gegen die Grizzly Adams Wolfsburg 1:2 (1:1, 0:1, 0:0) unterlagen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Titelverteidiger Eisbären Berlin siegte 5:3 (2:1, 2:2, 1:0) beim Aufsteiger Schwenninger Wild Wings und beendete eine Serie von vier Auswärtsspielen ohne Erfolg.

München siegt in Straubing

Red Bull München gewann bei den Straubing Tigers 3:1 (1:0, 1:1, 1:0), die Adler Mannheim verloren gegen den ERC Ingolstadt 1:2 (1:1, 0:0, 0:1), die Krefeld Pinguine bezwangen die Iserlohn Roosters 5:2 (1:2, 3:0, 1:0) (STENOGRAMME: 26. Spieltag).

In Düsseldorf hatte sich zunächst eine Überraschung angebahnt. Daniel Fischbuch brachte die DEG vor 10.185 Zuschauern früh in Führung (3.) und weckte Hoffnungen auf den dritten Derbysieg in Folge.

Im zweiten Durchgang drehte der Vizemeister aus Köln aber auf, ein Doppelschlag durch Marcel Müller (26.) und Rok Ticar (28.) brachte die Führung. Nach dem Ausgleich von Niki Mondt (48.) sorgte Mirko Lüdemann (59.) für die späte Entscheidung.

Die wichtigste Nachricht kam aber von Goepfert: Es geht ihm gut.

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