Bobby Goepfert kam 2011 von den Charlotte Checkers zur DEG © getty

Ein sensationeller Tag des Keepers verhilft Schlusslicht Düsseldorf zum Coup beim Meister. Auch Köln verliert, hat aber Glück.

München - Ein Sensations-Tag von Keeper Bobby Goepfert hat DEL-Schlusslicht DEG Metro Stars einen Überraschungs-Coup beim Meister beschert.

Der Titelverteidiger unterlag überraschend dem Schlusslicht Düsseldorfer EG mit 1:2 (0:0, 1:1, 0:0, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen und hat als Achter bereits acht Punkte Rückstand auf den sechsten und letzten direkten Playoff-Platz.

Zur Verzweiflung brachte die Eisbären Goepfert, der unfassbare 77 Schüsse hielt - die zweitmeisten der DEL-Geschichte in einem Spiel.

Für die DEG war es erst der zweite Sieg in den vergangenen zwölf Spielen.

Spitzenreiter Köln verliert

Spitzenreiter Kölner Haie hat die dritte Niederlage in den letzten vier Spielen kassiert, dabei aber vom Ausrutscher des direkten Verfolgers profitiert.

Am 24. Spieltag unterlag die Mannschaft des früheren Bundestrainers Uwe Krupp am Sonntagabend gegen Red Bull München mit 0:2 (0:0, 0:0, 0:2) (STENOGRAMME: 24. Spieltag).

Krefeld kann nicht profitieren

Nach zuvor fünf Siegen in Folge mussten sich allerdings auch die Krefeld Pinguine den Nürnberg Ice Tigers mit 3:7 (1:3, 1:1, 1:3) geschlagen geben und verloren ihren zweiten Platz an die nun punktgleichen Franken.

Die Hamburg Freezers setzten ihre Erfolgsserie dagegen fort und schlossen durch den 3:2 (0:1, 1:1, 2:0)-Sieg gegen die Adler Mannheim zur Spitzengruppe auf.

Köln hat mit 49 Zählern drei Punkte Vorsprung auf Nürnberg und Krefeld (je 46), mit jeweils 45 Punkten folgen Mannheim und Hamburg (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Eisbären patzen gegen Schlusslicht

Die Grizzly Adams Wolfsburg festigten den sechsten Platz mit einem 4:2 (2:1, 1:1, 1:0) bei den Iserlohn Roosters, Verfolger ERC Ingolstadt unterlag bei den Augsburger Panthern mit 2:3 (0:0, 1:1, 1:1, 0:1) nach Verlängerung. Die Straubing Tigers liegen durch das 5:1 (2:1, 2:0, 1:0) bei Aufsteiger Schwenninger Wild Wings weiter auf Kurs für die Pre-Playoffs.

Aufholjagd der Pinguine nicht belohnt

Vor 8148 Zuschauern in der Kölner Arena entschieden Grant Lewis (42.) und Darren Haydar (56.) die Partie im Schlussdrittel für die Gäste aus München.

In Krefeld lagen die Pinguine schon nach 16 Minuten durch Tore von Jason Jaspers (11.), Brett Festerling (16.) und Patrick Reimer (16.) mit 0:3 zurück.

Andreas Driendl (20.), Joshua Meyers (38.) und Daniel Pietta (60.) verkürzten zwischenzeitlich, doch Tim Schüle (22.), Steven Reinprecht (46.), erneut Jaspers (49.) und James Pollock (51.) sorgten für Nürnbergs Kantersieg.

Rome sichert DEG-Sieg im Penaltyschießen

Den Hamburger Heimerfolg schossen Garrett Festerling (24.), Thomas Oppenheimer (45.) und Kevin Schmidt (55.) heraus. Marcus Kink (9.) und Frank Mauer (34.) hatten die Adler zwischenzeitlich in Führung geschossen.

In der Hauptstadt traf Dominik Daxlberger (24.) zunächst für Außenseiter Düsseldorf, Darin Olver (38.) gelang noch im zweiten Drittel der Ausgleich. Im Penaltyschießen sorgte schließlich Ashton Rome für den Sieg der DEG.

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