Christain Ehrhoff (M.) spielt in der NHL für die Buffalo Sabres © imago

Der Rückkehrer wird bei seinem Einsatz frenetisch gefeiert, kann die Niederlage seiner Krefeld Pinugine aber nicht verhindern.

München - Er kehrte zurück, schoss aus allen Rohren, ging aber als Verlierer vom Eis:

Sein Comeback in der DEL im Trikot der Krefeld Pinguine hatte sich NHL-Starverteidiger Christian Ehrhoff etwas anders vorgestellt.

Zumindest sportlich, am Ende stand ein 1:3 gegen die Hamburg Freezers. Dafür stimmte der Rahmen im Königspalast.

"Ich hatte Gänsehaut, als ich aufs Eis kam. Die Fans haben mich super empfangen", schwärmte der 30-Jährige, der sich wegen des Lockouts in der NHL in seine deutsche Heimat zurückgekehrt war.

Als dann der Stadionsprecher endlich den Spieler mit der Rückennummer 55 aufrief und den Vornamen Christian nannte, brandete ein tosender Jubel auf und aus mehr als 6000 Kehlen tönte es: "Eeeeeehrhoff."

Erfolgreiche Vergangenheit

Der Sohn des Vereins war zurück, nach mehr als neun Jahren. (DATENCENTER: Die Saison 2012/13)

2003 hatte er die Krefelder zur Meisterschaft im Playoff-Finale gegen die Kölner Haie geführt, dann lockte das Abenteuer NHL.

Und dort hat sich Christian Ehrhoff zu einem der besten Verteidiger der Liga hochgearbeitet.

Rückkehr ungewiss

Inzwischen steht er bei den Buffalo Sabres unter Vertrag, spielen aber darf er wegen des Arbeitskampfes nicht.

Wie lange er noch auf eine Rückkehr warten muss?

"Ich habe keine Ahnung, wie lange das noch geht. Ich freue mich jetzt erst einmal, dass ich wieder in Krefeld bin", sagte Ehrhoff, der bereits als Bambini für den Klub gespielt hatte und danach alle Jugendmannschaften durchlaufen war.

Teures Gastspiel

Nun will er dem Team und dem Verein helfen."Ich möchte etwas zurückgeben", sagte Ehrhoff, der kein Gehalt kassiert, aber trotzdem Geld kostet.

Bis zu 30.000 Euro monatlich beträgt die Versicherungssumme für die nicht gerade auf Rosen gebetteten Krefelder.

Ehrhoff bemüht sich, die Kosten so gering wie möglich zu halten. (BERICHT: Ehrhoff in Krefeld vorgestellt)

Viele Marketingmaßnahmen

Werbeaktionen sind angelaufen. Die erste Auflage seines Trikots war schon vor dem ersten Einsatz vergriffen, die zweite ist bestellt.

Des Weiteren wurde entlang der Eisfläche die sogenannte "Ehrhoff-Bande" eingerichtet. Dort kann sich jeder Interessierte für 20 Euro verewigen lassen.

Zudem gibt es ein Zertifikat. Presse- und Werbetermine stehen auf der Agenda.

Ehrhoff spielt stark

Aber auch auf dem Eis will Christian Ehrhoff etwas zurückzahlen. Gegen Hamburg lieferte der Verteidiger zahlreiche Kostproben seiner gefürchteten Schlagschüsse ab.

Bei Überzahl war dies die stärkste Waffe der Pinguine, leider fand der Puck noch nicht den Weg ins Tor. (Stenogramme 3. Spieltag)

Aber mit 26 Minuten Eiszeit machte Ehrhoff deutlich, dass er in Krefeld nicht zum Bankdrücker werden möchte. Und auch gewinnen will.

"Ich ärgere mich sehr über die Niederlage, auch wenn Hamburg ein starkes Team hat", sagte Ehrhoff.

Adler warten auf neue Stars

Während die Fans in Krefeld "ihren" Christian schon feiern konnten, durften die Anhänger der Adler Mannheim beim 6:2 gegen die Straubing Tigers die beiden neuen Zugpferde noch nicht bejubeln.

Marcel Goc (Florida Panthers) und Dennis Seidenberg (Boston Bruins) warten noch auf die Freigabe durch ihre Klubs. (BERICHT: Adler holen Seidenberg und Goc)

Ein Einsatz für die Adler kommt frühestens am 28. September gegen die Nürnberg Ice Tigers in Betracht.

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