Christian Ehrhoff (M.) unterschrieb im vergangenen Jahr einen 10-Jahres-Vertrag in Buffalo © SPORT1

Mannheim geht nach dem perfekten Saisonstart mit Rückenwind in den 3. Spieltag. Krefeld setzt auf Neuverpflichtung Ehrhoff.

Von Hardy Heuer

München - Im Schatten der Transfercoups wollen die Adler Mannheim ihren Lauf in der DEL fortsetzen. Als einziges Team holten die Adler die maximale Ausbeute von sechs Punkte aus den ersten beiden Spielen. (BERICHT: Adler holen Seidenberg und Goc)

Während die beiden Neuzugänge Dennis Seidenberg und Marcel Goc noch nicht für Mannheim auflaufen können, feiert bei den Krefeld Pinguinen Deutschlands dritter NHL-Star seine DEL-Rückkehr. (BERICHT: Ehrhoff in Krefeld vorgestellt)

Am Dienstag landete Christian Ehrhoff in der Heimat, am Mittwoch wurde der Offensiv-Verteidiger von den Buffalo Sabres vorgestellt und soll nun mithelfen, den guten Saisonstart der Pinguine fortzusetzen.

Akdag warnt vor hohen Erwartungen

Mit vier Punkten aus den ersten beiden Partien liegt Krefeld auf dem dritten Rang und will mit einem Heimsieg gegen die Hamburg Freezers (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) den Anschluss an die Spitze halten.

"Es ist toll, einen solch außergewöhnlichen Spieler in unseren Reihen zu haben. Doch man tut Christian keinen Gefallen, wenn man ihn unter Druck setzt", warnt Nationalspieler Sinan Akdag vor zu hohen Erwartungen an Ehrhoff:

"Wir als Mannschaft müssen ihm auch helfen. Die Leute sollen nicht meinen, dass er jetzt von hinten nach vorne durchläuft und ein Tor nach dem anderen schießt. Er hat zwar immer trainiert, aber seit Jahren kein DEL-Spiel gemacht. Das darf man nicht vergessen."

"Keine Christian-Ehrhoff-Show"

Ehrhoff gibt seinem neuen Teamkollegen Recht: "Es ist doch ganz einfach: Es wird hier keine Christian-Ehrhoff-Show geben. Wenn wir als Mannschaft erfolgreich sein wollen, dann muss jeder alles geben. Nicht nur ich."

Angst vor der großen Erwartungshaltung der Fans hat er aber nicht. (DATENCENTER: Die Saison 2012/13)

"Ich weiß, dass ich alles gebe. Ich stelle mir immer vor, wie da ein kleiner Junge im Stadion steht, von seinem Taschengeld den Eintritt bezahlt hat, um mich zu sehen. Ich will diesen Jungen einfach nicht enttäuschen", betont Krefelds neuer Superstar.

Traumstart der Adler

Auch Mannheim will seine Fans nicht enttäuschen und die Siegesserie fortsetzen.

"Besser hätte unser Saisonstart doch gar nicht laufen können. Sechs Punkte - und das gegen diese starken Gegner - können sich sehen lassen", erklärt Adler-Keeper Dennis Endras.

Nach Siegen über die Meisterschaftsfavoriten Ingolstadt und Eisbären Berlin sollen die Zähler gegen den letztjährigen Halbfinalisten Straubing Tigers, die mit einem Sieg und einer Niederlage gestartet sind, erneut in der eigenen Halle bleiben.

Berlin muss punkten

Ein kapitalen Fehlstart leisteten sich hingegen die Eisbären Berlin und wollen wieder in die Spur finden.

"Wir haben uns den Auftakt natürlich ganz anders vorgestellt. Die zwei Niederlagen tun weh, denn die beiden Spiele müssen wir erst einmal aufholen", sagt Interimskapitän Frank Hördler:

"Am besten wir fangen am Wochenende damit an."

Busch fordert mehr Effektivität

Gegen die Düsseldorfer EG, mit zwei Punkten ebenfalls nicht überragend gestartet, soll der schlechteste Saisonstart seit 13 Jahren zurechtgebogen werden.

"Wir müssen effektiver im Powerplay sein", gibt Florian Busch die Marschroute vor:

"Es muss mehr Betrieb vor dem Tor herrschen, damit wir zu Rebounds kommen und die Chancen dann nutzen."

Viele Ausfälle

Allerdings plagen die Eisbären Verletzungssorgen. Der Deutsche Meister beklagt fünf verletzte Stammspieler.

Neben den Langzeitausfällen Sven Felski (Knie), Darin Olver (Hüfte) und Constantin Braun (Fuß) muss der Titelverteidiger auch auf den gesperrten Andre Rankel verzichten. Der Kapitän sitzt sein letztes von zehn Spielen Sperre ab.

Zudem fällt auch Mads Christensen aus. Der Däne muss aufgrund einer in Mannheim erlittenen Gehirnerschütterung passen.

Bayrisches Duell in München

Beim EHC Red Bull München steht erstmals Coach Pat Cortina nach der Ernennung zum Bundestrainer hinter der Bande. (EXKLUSIV: Pat Cortina im SPORT1-Interview)

Seine Mannschaft empfängt in ihrem zweiten Saisonspiel die Augsburger Panther zum oberbayrisch-schwäbischen Vergleich.

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