Erneut steht das Eishockey in München vor dem Aus. Auch in anderen Sportarten scheiterten Vereine an der FCB-Dominanz.

Mal wieder steht das Eishockey in München vor dem Aus.

Nach Hedos München, den späteren Mad Dogs und den München Barons droht auch der dritte Versuch, Eishockey in der bayrischen Landeshauptstadt in der DEL zu etablieren, vor dem Aus.

Nach den gescheiterten Gesprächen mit der Stadt, ist ein Umzug des Klubs die wohl letzte Option, teilte der EHC München mit.

Das Geld fehlt, die Unterstützung fehlt und eine Zukunft für den Klub ist nicht in Sicht. München droht auf der Eishockey-Landkarte im Profibereich für eine sehr lange Zeit zu verschwinden.

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Aber es wiederholt sich nicht das erste Mal in München. Viele Traditionsklubs der Isar-Metropole hat es in den letzten 20 Jahren erwischt.

Der TSV Milbertshofen, Gewinner des Europapokals der Pokalsieger 1991 und Pokalsieger sowie Vizemeister 1990 im Handball, musste nur drei Jahre nach dem größten Vereinstitel Konkurs anmelden.

Auch die Volleyballer des Klubs im Münchner Norden, die unter Stelian Moculescu 1990 den Pokal gewannen und 1991 Deutscher Meister wurden, sind im Profisport von der Bildfläche verschwunden.

Gleiches gilt für den MTSV Schwabing, Deutscher Vize-Meister und Pokalsieger 1986 im Handball, die Basketball-Damen erreichten 2007 das Pokalfinale und mussten aus Finanzgründen den Rückzug aus der DBBL antreten.

Es sind also nicht die Erfolge, die fehlen. Es scheint, als hätte kein Klub eine Chance, sich im Profi-Sport neben dem großen FC Bayern in München zu etablieren und zu halten.

Der FC Bayern scheint den Münchner Klubs den Nährboden zu nehmen, wie eine Pflanze, die neben sich nichts gedeihen lässt.

Auch der TSV 1860 München, der es immer wieder versucht hat, überlebte zuletzt nur, weil ein Investor aus Jordanien das fehlende Geld in den Klub pumpte, um die Insolvenz zu verhindern.

Volleyball-Pokalsieger und Vizemeister Generali Haching laufen Jahr für Jahr die besten Spieler weg.

Einzig der Basketball in der Beko BBL scheint in München eine Chance zu haben - aber dies auch nur, weil der große FC Bayern seine Hand drüber hält.

Es wäre allerdings falsch und auch zu einfach, dem großen FC Bayern die Schuld in die Schuhe zu schieben. Fast immer hängt es an den Verantwortlichen, die sich finanziell übernehmen, um im Konzert der Großen mitspielen zu können.

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