Simon Whitlock steht nach 2010 und 2012 zum dritten Mal im WM-Halbfinale © getty

Simon Whitlock hat seinen Siegeszug bei der Weltmeisterschaft 2014 fortgesetzt. Der "Wizard" setzte sich im Viertelfinale gegen Ian White nach einer Zitterpartie durch und gewann nach Verlängerung mit 5:4.

Im Halbfinale am Montag (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) im Londoner Alexandra Palace kämpft der Australier gegen Peter Wright um den Einzug ins Endspiel.

Der Paradiesvogel behielt in einer dramatischen Partie gegen Wes Newton die Oberhand und zog ebenfalls durch einen 5:4-Erfolg erstmals in die WM-Vorschlussrunde ein.

Whitlock lieferte in der zweiten Begegnung des Abends nicht seine beste Vorstellung ab. Der Weltranglisten-Vierte musste im vierten Match seine ersten Sätze im Turnier abgeben, verließ die Bühne aber dennoch als Sieger.

Mit 3:0 führte der "Wizard" nach Sätzen, dann schaffte "Diamond" White als Erster bei den diesjährigen Titelkämpfen das Kunststück und gewann Durchgang vier gegen Whitlock mit 3:2-Legs.

Der Australier verlor in der Folge den Faden. White hingegen brachten auch zwei sogenannte "Robin Hoods" nicht aus der Fassung.

Der WM-Debütant hatte gleich zweimal hintereinander Pech, als er seinen eigenen Pfeil quasi aufspießte und somit nur zwei Darts im Board steckten. Nichtsdestotrotz glich "Diamond" zum 4:4 aus.

Die Nummer vier der Welt stellte anschließend allerdings seine Klasse unter Beweis. Als Vieles auf eine Niederlage hindeutete, bäumte sich Whitlock noch einmal auf.

Der WM-Finalist von 2010 versenkte seinen vierten Match-Dart in der Doppel-Acht und schaffte zum dritten Mal den Einzug unter die Top vier bei der WM.

Zuvor hatten sich Wright und Newton einen offenen Schlagabtausch geliefert. Newton kam besser in die Begegnung und ging früh mit 2:0 nach Sätzen in Führung. "Snakebite" ließ den Kopf jedoch nicht hängen.

Der Schotte glich mit einem 164er-Finish zwischenzeitlich zum 2:2 aus. Der "Warrior" hatte in der Folge immer mehr Probleme, blieb durch eine herausragende Doppelquote von fast 50 Prozent aber im Spiel.

Mit dem höchstmöglichen Check-Out von 170 Punkten erzwang Newton schließlich einen entscheidenden neunten Satz.

Der Engländer schien sein Pulver nun aber verschossen zu haben. Wright entschied die ersten beiden Legs im Schnelldurchlauf für sich.

Doch dann bekam es der Weltranglisten-16. mit den Nerven zu tun. Beim Stand von 2:0 vergab "Snakebite" vier Match-Darts und machte seinen Rivalen noch einmal stark.

Newton gewann die nächsten beiden Legs und schickte Durchgang neun somit in die Verlängerung. Wright erholte sich von seinem Schock und beendete die Begegnung in Weltklasse-Manier.

Mit einem 121er-Finish über das Bull's Eye gewann der Paradiesvogel den Satz mit 5:3 und machte den größten Erfolg in seiner Karriere perfekt.

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