Phil Taylor gewann im WM-Finale 2013 gegen Michael van Gerwen © getty

Phil Taylor scheitert bei der WM überraschend an Michael Smith. Raymond van Barneveld quält sich gegen Jamie Caven zum Sieg.

München/London - Faustdicke Überraschung bei der Weltmeisterschaft 2014 (täglich LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM): Phil Taylor ist sensationell in der zweiten Runde ausgeschieden.

Der Titelverteidiger hatten gegen den Weltranglisten-32. Michael Smith mit 3:4 das Nachsehen.

Guter Power-Start

Dabei legte der amtierende Weltmeister im Alexandra Palace in London zunächst furios los und ließ dem "Bully Boy" im ersten Satz nicht den Hauch einer Chance.

Beim klaren 3:0 überzeugte Taylor vor allem durch eine perfekte Checkout-Quote: "The Power" traf alle seiner drei Versuche auf die Doppelfelder.

Im zweiten Durchgang meldete sich Smith allerdings eindrucksvoll zurück und holte sich mit einem starken 121er-Finish den 1:1-Ausgleich. "Bully Boy" profitierte dabei vor allem von der im Gegensatz zum ersten Satz deutlich gesunkenen Doppel-Quote von Taylor, der nur noch einen seiner elf Versuche traf.( 822529 DIASHOW: Die Bilder der Darts-WM )

Smith in Front

Auch im dritten Durchgang schien Smith bei einer 2:0-Führung das bessere Ende für sich zu haben. Doch der Titelverteidiger gewann drei Legs in Folge und bestrafte die ausgelassen Chancen seines Gegners eiskalt.

Im vierten Satz verflachte das Niveau dann etwas, da beide Spieler etliche Chancen ausließen. Smith sicherte sich schließlich mit einem Treffer auf die Doppel-20 das entscheidende Leg und damit den 2:2-Satzausgleich.

Spannung statt Klasse

Der darauffolgende Durchgang lebte erneut von seiner Spannung. "Bully Boy" verpasste insgesamt vier Satz-Darts auf die Doppel-20 und wurde dafür vom Rekordweltmeister sofort bestraft, der mit der Doppel-8 die 3:2-Führung markierte.

Smith antwortete jedoch beeindruckend, indem er sich drei Legs in Folge sicherte und "The Power" ins Grübeln brachte.

Im entscheidenden Durchgang machte der erst 23-jährige Smith dann die Sensation perfekt. Mit einem 128-Finish auf das Bull's Eye beendete er die Partie und wurde von seinen Emotionen auf der Bühne überwältigt.

Barney mit Mühe

Raymond van Barneveld ist nach einem Kraftakt ins Achtelfinale eingezogen. ( 819006 DIASHOW: Die verrücktesten Darts-Fans )

"Barney" besiegte im Alexandra Palace in London den Engländer Jamie Caven denkbar knapp mit 4:3.

Dabei erwischte er zunächst keinen guten Start und musste den ersten Satz knapp mit 2:3 an Caven abgeben. Der Niederländer verpasste es, bei 120 Punkten Rest auszuchecken und musste mit ansehen, wie sein Gegner mit einem starken 136er-Finish den Durchgang für sich entschied.

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Auch die beiden nächsten Sätze waren eine enge Kiste und gingen jeweils über fünf Legs. "Barney" hatte dabei jedoch das glücklichere Händchen und drehte die Partie zu seinen Gunsten zum 2:1.

Jabba dreht auf

Im vierten Durchgang hatte "Jabba" dann aber das bessere Ende für sich: Zweimal verpasste der Engländer äußert knapp den Neun-Darter, das perfekte Spiel, und schaffte - ebenfalls im entscheidenden fünften Leg - den 2:2-Satzausgleich.

Den folgenden Durchgang entschied "Barney" jedoch in weniger als fünf Minuten deutlich mit 3:0 für sich, musste aber postwendend das 3:3 hinnehmen.

Wright legt vor

Zuvor hatte Peter Wright nach einer wahren Achterbahnfahrt als Erster den Sprung unter die letzten 16 geschafft.

"Snakebite" musste zunächst das erste Leg an Per Laursen abgeben, sicherte sich aber seinerseits drei Legs in Folge zur 1:0-Satzführung. "Peachy" ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und holte sich durch ein starkes 128er-Finish auf das Bull's Eye den zweiten Satz ebenfalls mit 3:1.

Laursen in Front

Der Däne legte sofort nach und entschied auch den dritten Satz für sich, nachdem Wright nach sieben perfekten Pfeilen die zwei entscheidenden Darts zum Satzgewinn ausließ. Laursen konterte eiskalt und checkte 61 zur 2:1-Satzführung aus.

"Snakebite" ließ sich dadurch jedoch nicht aus der Ruhe bringen und holte sich den nächsten Satz mit 3:0. Den letzten Satz beendete der Engländer schließlich mit seinem ersten Match-Dart und gewann am Ende verdient mit 4:2.

Im Achtelfinale bekommt es "Snakebite" mit Taylor-Bezwinger Michael Smith zu tun.

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