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Box-Weltmeister Felix Sturm hat die Hoffnungen auf einen Kampf gegen Arthur Abraham gedämpft. Der 35 Jahre alte Mittelgewichts-Weltmeister nach IBF-Version sagte am Mittwoch:

"Zurzeit ist das zu 100.000 Prozent uninteressant. Vor Zwei Monaten hieß es noch, der Kampf sei nicht möglich."

Erst nach der Ankündigung der ARD, den zum Jahresende auslaufenden Vertrag mit Abrahams Sauerland-Boxstall nicht zu verlängern, "wird auf einmal wieder über diesen Kampf gesprochen, was einfach schwachsinnig ist, weil es auch einfach nicht geht."

Sturm führte aus: "Man müsste sich im Mittelgewicht oder im Catchweight (frei ausgehandeltes Gewicht zwischen beiden Kämpfern; d. Red.) treffen. Aber das wird Arthur höchstwahrscheinlich nicht schaffen. Deswegen sind das alles Märchen."

Der vor Kämpfen häufig unter Gewichtsproblemen leidende Abraham boxt derzeit im Super-Mittelgewicht, wo die Kämpfer 72,574 kg auf die Waage bringen dürfen. Sturm boxt im Mittelgewicht, das den Athleten ein Limit von 69,853 kg setzt.

Bereits am Freitag hatte sich Sturm via Twitter zu den Spekulationen um einen deutschen Mega-Fight geäußert, der mit Aussagen von Sauerland-Seite in der Vorwoche genährt worden war. Der Leverkusener hatte in dem sozialen Netzwerk noch knapp geschrieben: "Dieser Kampf ist nicht mehr interessant".

Sturm konzentriert sich nach eigener Aussage "ausschließlich" auf seine WM-Pflichtverteidigung am 31. Mai in Krefeld gegen den Australier Sam Soliman. Laut seinem Trainer Fritz Sduenk ist Sturm besser denn je in Form:

"Ich habe noch nie einen Boxer gehabt, der in dieser Phase der Vorbereitung schon so reinhauen konnte. Auch seine Gewichtsdisziplin ist eine ganz andere geworden. Er wird Soliman keine Chance lassen."

Am 1. Februar 2013 noch hatte Sturm gegen Soliman in einem WM-Ausscheidungskampf zunächst nach Punkten verloren.

Nur wegen eines Dopingvergehens des Australiers wurde der Kampf nicht gewertet, wodurch Sturm eine neue WM-Chance erhielt und sich am 7. Dezember gegen den Briten Darren Barker zum insgesamt viertem Mal den Weltmeistermeistertitel im Mittelgewicht holte.

Rachegefühle verspürt Sturm trotz dieser bewegten Vorgeschichte nicht:

"Ich steige in den Ring, um ihn zu besiegen. Er ist mein Pflicht-Herausforderer, ich habe ihn mir nicht ausgesucht. Für mich zählt nur der 31. Mai und dass ich ihn besiege. Was davor war, ist für mich nicht mehr interessant."

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