Vitali Klitschko hat von seinen 47 Kämpfen 45 gewonnen © imago

Der ukrainische Profi-Boxweltmeister und Oppositionsführer Witali Klitschko hat seine Ansprüche auf das Präsidentenamt in seiner Heimat erneuert und gleichzeitig Machthaber Wiktor Janukowitsch angegriffen.

"Der Regierungspräsident und die ganze Regierung müssen zurücktreten", sagte der 42-Jährige in einer Liveschaltung der ARD-Talkshow "Beckmann" und unterstrich seine Präsidentschafts-Ambitionen auch für den Fall der angestrebten Neuwahlen: "Ich kandidiere."

Am Freitag wurde zudem bekannt, dass sich Janukowitsch mit Klitschko und zwei weiteren Führern der wichtigsten ukrainischen Oppositionsparteien treffen will.

Der WBC-Champion, der bereits vor geraumer Zeit für die regulär 2015 angesetzten Wahlen seine Kandidatur angemeldet hatte, befiondet sich momentan in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und beteiligt sich als einer der wichtigsten Wortführer auf dem Unabhängigkeitsplatz an den prowestlichen Demonstrationen: "Die Leute haben keine Angst, sie stehen und kämpfen für ihre Vision, in Europa zu leben."

Klitschko ist im ukrainischen Parlament Fraktionsvorsitzender der Ukrainischen Demokratischen Allianz für Reformen (UDAR).

Der langjährige Champion stand zuletzt Anfang September 2012 im Ring, als er seinen WBC-Titel im Schwergewicht gegen den Wahl-Kölner Manuel Charr erfolgreich verteidigte.

Seine Pflichtverteidigung gegen den kanadischen Herausforderer Bermane Stiverne hatte Klitschko im August wegen einer Handverletzung absagen müssen.

Bei möglichen Neuwahlen in der Ukraine würde Klitschko seine Box-Karriere voraussichtlich beenden.

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