Mittelgewichtler Stefan Härtel aus Berlin greift bei der Amateurbox-WM in Almaty/Kasachstan nach einer Medaille.

Der 25-Jährige gewann gegen den Ägypter Hosam Abdin mit 3:0-Richterstimmen nach Punkten und kämpft nun am Mittwoch gegen den Engländer Anthony Fowler um den Einzug ins Halbfinale.

Bei einem Erfolg hätte Härtel mindestens Bronze sicher.

"Es war besser als ich gedacht hätte, aber Luft nach oben ist auf jeden Fall noch", sagte Härtel: "Jetzt boxe ich schon um die Bronzemedaille. Die sollte mal langsam drin sein."

Disziplintrainer Ralf Dickert ergänzte: "Da kann man zufrieden sein. Der Gegner war erfahren und schwer zu kämpfen. Insgesamt war das eine runde Sache."

Knapp den Einzug in die Runde der letzten Acht verpassten die beiden EM-Dritten Artem Harutyunyan und Emir Ahmatovic.

Der Hamburger Harutyunyan unterlag in der Gewichtsklasse bis 64 kg dem brasilianischen Titelverteidiger Everton Lopes mit 1:2-Stimmen und schied aus.

"Ich habe mich überlegen gefühlt, obwohl er der Weltmeister ist", sagte Harutyunyan: "Sein Trainer meinte, ich habe gewonnen."

Auch dem Wetzlarer Schwergewichtler Emir Ahmatovic fehlte nicht viel zum Einzug ins Viertelfinale.

Gegen den Iren Thomas McCarty unterlag der Schwergewichtler zwar einstimmig nach Punkten, alle Kampfrichter werteten den Kampf allerdings denkbar knapp mit 28:29 gegen den Deutschen.

"Ich habe heute nicht die Leistung abgerufen, die ich mir vorgestellt habe", sagte Ahmatovic. Auch für Halbfliegengewichtler Serge Neumann ist die WM vorbei.

Gegen David Rodriguez aus Costa Rica trat Neumann zu seinem Achtelfinalkampf nicht an.

Insgesamt hatten in der größten kasachischen Stadt sieben von zehn gestarteten deutschen Boxern die Runde der letzten 16 erreicht.

Es ist die erste WM, die ohne Kopfschutz und mit dem aus dem Profiboxen bekannten "10-Point-Must-Wertungssystem" stattfindet.

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